Aich hält in Gräfelfing lange mit und verliert dann doch mit 0:2

- Gartenstädter schalten Spielertrainer Stehle fast völlig aus

VON MAURITIUS MUCH Gräfelfing - Letztlich zählen doch nur die Punkte. So und nicht anders ist der 2:0-Sieg der Gräfelfinger über den FC Aich zu werten. Das über weite Strecken zerfahrene Spiel hatte keinen Sieger verdient. Erst zum Schluss erspielten sich die Gräfelfinger ein leichtes Übergewicht.

Zum Matchwinner avancierte dabei Stürmer Sascha Lauterbach. Nicht nur, dass die bullige Nummer neun den TSV mit zwei Toren alleine zu drei Punkten schoss. Er arbeitete auch viel nach hinten und war bei langen Pässen in die Spitze stets anspielbar. Spielertrainer Michael Haase sah`s genauso: "Der Sascha verdient ein Extralob. Der war heute auf dem Platz überall und hat für die Mannschaft gerackert."

Mit hohen Bällen in den Strafraum

Das Spiel indes war über lange Strecken ausgeglichen. Gräfelfing erwischte zunächst den besseren Start und dominierte die ersten 20, 25 Minuten. Folgerichtig verwertete Lauterbach einen schönen Konter zum 1:0 (15.). Roman Wohlketzetter hatte das 2:0 auf dem Fuß, schob die Kugel aber an Torwart und am rechten Eck vorbei (25.).

Das war`s dann aber für lange Zeit von den Gräfelfingern. Denn mit zunehmender Spielzeit drehte der FC Aich auf. Allerdings blieben richtige Torchancen Mangelware. Zu oft versuchten es die Aicher über hohe Bälle in den Strafraum - eine sichere Beute für die hochaufgewachsenen Innenverteidiger um Holger Herrenberger.

Auch nach dem Seitenwechsel diktierten die Gäste das Spiel, ohne jedoch zwingend vor dem Tor von Sebastian Kolbeck aufzutauchen. Spielertrainer Thomas Stehle, für viele der beste Bezirksligaspieler überhaupt, versuchte, das Spiel seiner Jungs anzukurbeln. Bis auf einen Freistoß, den er knapp am Tor vorbei schlenzte (50.), blieb aber auch er blass. Das lag nicht zuletzt an der kompromisslosen Manndeckung, die ihm Christian Bäcker verpasste. Haase war sichtlich begeistert von der Leistung seines "Terriers": "Der Christian hat eine Spitzenleistung geboten. Das war der Knackpunkt, dass er den Stehle komplett aus dem Spiel genommen hat."

Erst in der letzten Viertelstunde gab es wieder ein Übergewicht für die Gräfelfinger: Hatten noch Maier, Truchseß und Haase die Entscheidung jeweils knapp verpasst, blieb es Lauterbach vorbehalten, für den Schlusspunkt zu sorgen. Eine weite Flanke von Wohlketzetter verwertete er per Kopf von der Fünf-Meter-Linie zum 2:0 für Gräfelfing.

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