Ampelkarte bricht das Genick

- So hat sich der SC Fürstenfeldbruck den Ausklang des erfolgreichsten Fußballjahres seit Vereinsbestehen im eigenen Stadion sicher nicht vorgestellt. Gegen die Amateure des 1. FC Nürnberg lieferte die Bayernliga-Elf von Trainer Peter Gebele zwar kein schlechtes Spiel, in den entscheidenden Momenten waren die cleveren Gäste aber einfach wacher. Weil der SCF zudem nach einer Ampelkarte für Kapitän Christian Obermeier gut eine halbe Stunde mit nur zehn Mann auskommen musste, nahmen die "Clubberer" mit dem 2:0-Sieg die Punkte nicht unverdient mit ins Frankenland.

Klare Chancen gab es während der ersten 45 Minuten nicht viele zu bewundern. Beide Mannschaften zeigten viel Respekt voreinander und waren in erster Linie auf die Sicherung des eigenen Gehäuses bedacht. Die Hausherren zeigten sich dabei etwas aktiver und hatten darum auch die besseren Möglichkeiten. Die klarste für Michael Schrodi bereits nach vier Minuten, als er nach einer butterweiche Flanke von Thomas Griesgraber mutterseelenalleine vor Gästekeeper Lutz Voigt stand. Sein gefühlvoller Schlenzer landete aber am Querbalken.

Die Angriffsbemühungen der Nürnberger versandeten trotz des agilen Brasilianers Junior meist im Nichts. Eine einzige Enttäuschung war der überraschend aufgebotene Profi Marco Villa, der gegen den engagierten SCF-Youngster Wolfgang Lankes kaum einen Stich machte.

Auf der Gegenseite hatte David Reinisch mit einem Freistoßhammer aus 17 Metern Pech, der knapp am Tor vorbeistrich. Nicht viel mehr Glück für Admir Hasanovic, der den Ball völlig freistehend mit dem Kopf verpasste. Wie aus heiterem Himmel dann die Gästeführung. Nach einem weiten Ball stand Reinisch nicht nahe genug bei Michael Kügler, dessen Schuss konnte SCF-Keeper Daniel Weber nur abklatschen, Markus Fuchs bedankte sich und schob das Leder über die Linie.

Auch nach dem Wiederanpfiff blieben die Brucker spielbestimmend. Aber weder Andi Felsner mit einem Drehschuss noch Hasanovic mit einem 14-Meter-Knaller brachten das Leder im Gästegehäuse unter. Und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Nach einem unschönen Foul im Mittelfeld von SCF-Kapitän Obermeier fingerte der insgesamt sichere Schiedsrichter Christian Leicher nach der gelben Karte. Weil der "Moare" zuvor bereits verwarnt wurde, war der gelb-rote Karton nur die logische Folge. Ohne ihren Denker und Lenker im Mittelfeld konnten die Brucker in der Folge nicht mehr viel entgegensetzen.

Gebele versuchte zwar, mit den Einwechslungen von Bayernliga-Debütant Patrick Motzkau und dem kurz darauf an die Latte zielenden Heinz Sichort noch mal frischen Wind in den Angriff zu bringen, aber es sprang nichts mehr raus. Denn zu diesem Zeitpunkt stand es aber bereits 0:2. Erneut war es Fuchs, der eine Ecke von Junior zum glücklichen, nicht unverdienten 2:0-Erfolg in den Brucker Kasten köpfte.

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