Vor dem Aufstiegsfinale völlig orientierungslos

- Olching - Der Meister aus Miesbach beim Aufstiegskandidaten in Olching - aber die Rekordkulisse in Olching blieb auf Grund der schon vorab geklärten Verhältnisse freilich aus. Nach der 1:5-Heimniederlage richtet sich das Interesse nun auf das das erste Relegationsspiel am Freitagabend gegen Aschheim in Taufkirchen/Vils.

Was die Zuschauer beim Punktspielfinale erlebten, konnte ihnen keineswegs gefallen haben: Nach einer 1:0-Pausenführung fiel das Team von Robert Miefanger komplett auseinander und musste mit dem desolaten 1:5 am Ende die erste Heimniederlage hinnehmen. "Mit so einer Leistung erreichen wir alles, aber sicherlich keinen Sieg in der Relegation", resümierte Trainer Robert Miefanger. "Jetzt sind wir am Boden der Tatsachen angelangt und müssen schauen, dass sich etwas ändert."

Das Spiel begann aber schwungvoll, keine Spur von Freundschaftskick oder Abtasten, wobei Miesbach die reiferen Ansätze präsentierte und Olchings Elf gleich einschnürte. Die umstrukturierte SCO-Abwehr - Martin Schanda ersetzte auf der Libero-Position den in Berlin beim DFB-Pokalfinale zuschauenden Guido Ziegler - kam nur schwer mit dem aggressiven Pressing des Meisters zurecht. Nur langsam fand der SCO den Weg aus der Umklammerung und hatte dabei noch Glück: Aus heiterem Himmel spielte Christian Gumberger Olchings Uli Steindl den Ball in den Fuß, der sich den besser postierten Markus Schad zum 1:0-Torschützen aussuchte.

Minuten danach der Schock: Bei einer rüden Attacke von Monachetti knickte der gefoulte Peter Held um, und musste mit einem geschwollenen Knöchel ins Krankenhaus gebracht werden. Sein Einsatz in der Relegation ist ungewiss. Als dann noch Fabian Lacher, nachdem er den Ball ins Gesicht bekommen hatte, mit einem Cut unter dem Auge ebenfalls ausgewechselt werden musste, weilte schon vor der Halbzeit nur noch Ersatzkeeper Daniel Walkowiak auf der Olchinger Bank.

Was nach dem Wechsel folgte, war einerseits eine Demonstration der Gäste, warum sie zurecht auf Platz eins stehen; andererseits waren ihre fünf Tore begründet in einer desolaten läuferischen Leistung und in der spielerischen Ideenlosigkeit der Olchinger. Aus dem Mittelfeld kamen keine Akzente, die Stürmer hingen in der Luft. Lediglich Schad versiebte nach Zuspiel von Miefanger noch die beste Chance. Der inzwischen eingewechselte Keeper Walkowiak stand daraufhin im Mittelpunkt. Seine Vorderleute waren praktisch nicht mehr existent und ergaben sich in ihr Schicksal.

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