Sie kicken für Kinder und helfen großzügig

„Kicken für Kinder“ beim SV Germering

Auf dem Platz zu siegen ist beim wohltätigen „Kicken für Kinder“ das eine. Nicht weniger wichtig ist, was mit der Aktion an Hilfe für schwerkranke Kinder erreicht wird.

Auf dem Platz zu siegen ist beim wohltätigen „Kicken für Kinder“ das eine. Nicht weniger wichtig ist, was mit der Aktion an Hilfe für schwerkranke Kinder erreicht wird. Dass sich die Traditionsfußballer der Hertha aus Berlin also diebisch über ihren 3:1-Finalerfolg gegen den FC Bayern freuten und das mitsamt ihren Fans als gutes Omen für das Bundesligaauftaktspiel werteten, gehörte mit dazu. Grund zum Feiern hatte auch das Team der Stadt, weil es bei der zehnten Austragung des Turniers nicht Letzter wurde, und der SV Germering (SVG). „Gewonnen gegen 1860, das geht runter wie Öl“, freute sich Andreas Jakob, stellvertretender Fußball-Abteilungsleiter des Vereins.

Unter anderem an Jakob macht sich aber auch der eigentliche Sinn des gut sechs Stunden dauernden Turniers fest. Denn der SV Germering wird „Kicken für Kinder“ in gewisser Weise das ganze Jahr über ins Stadion tragen. „Wir bringen die Kontonummer von ,Kicken für Kinder’ auf eine unserer Werbebanden.“ Das sei dann ein zusätzlicher Beitrag des SV Germering, der das Turnier von dessen Beginn an in vielen Bereichen wie Verpflegung mit unterstützt. Gleichermaßen hätten aber auch die Feuerwehr oder der Sanitätsdienst zum Gelingen beigetragen, so Mitorganisator Jürgen Fritz, Initiator und Vorsitzender von „Kicken für Kinder“.

Fritz konnte sich über zwei große Einzelspenden der „Fußballmannschaft der Spitzenköche“ und des „Kicken für Kinder“-Teams von insgesamt 2500 Euro freuen. Doch nach Empfinden von Fritz hätte das Turnier mehr Zuschauer verdient gehabt. Immerhin seien bekannte Fußballer wie der für Augsburg kickende Halil Altintop, der Unterhachinger Francisco Copado oder Bernhard Winkler vom TSV 1860 am Start gewesen. Auch an der Werbung habe es nicht gelegen. „Bis aufs Fernsehen haben wir alle möglichen Medien bedient“, sagte Fritz.

Dennoch war Marion Getz, Leiterin des „JoMa“-Projektes, für das die Spieler antraten, zufrieden. „Wer hier kickt, schenkt schwerkranken Kindern seine Zeit.“ Zwar nicht im wörtlichen Sinn, wie Getz erklärte. Aber durch den Erlös des Turniers, zu dem ebenso die Schiedsrichter durch den Verzicht auf ihre Unkostenerstattung beitrugen, werde Hilfe auf vielfältige Weise möglich. „Ein fröhlicher Nachmittag, an dem man mal nicht so an Schmerzen denkt, hilft den Kindern und ihren Familien“, so Getzt.

Jürgen Fritz erinnerte daran, welche Bedeutung diese Hilfe habe und wie wertvoll jede Sekunde Fröhlichkeit sei. „Von den Kindern, für die wir im ersten Jahr gekickt haben, lebt keines mehr.“ Es sei anerkennenswert, dass teilnehmende Mannschaften seit zehn Jahren bis aus Berlin und Offenbach nach Germering kämen. Auch die Münchner Profiklubs sind mit ihren Traditionsmannschaften immer dabei. Alle waren im Anschluss an das Turnier zu einer Players Night eingeladen, die aus Anlass des Zehnjährigen in der Enoteca am Kleinen Stachus stattfand. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare