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Matchwinner und tragische Figur: Marian Knecht (l.) erzielte das goldene Tor, musste dann aber frühzeitig zum Duschen. Doch die Mannen um Kapitän Fabian Meinberger (r.) retteten den Überraschungssieg über die Zeit.

Bruck: Nach Cup-Blamage eine Punktspiel-Sensation

Fürstenfeldbruck – Auf die Pokal-Schmach folgt die Liga-Sensation: Die bisherigen Landesliga-Schlusslichter vom SC Fürstenfeldbruck haben beim Tabellenzweiten Ichenhausen mit 1:0 (0:0) gewonnen.

Die Rote Laterne sind sie damit erst mal los. Die letzten knapp zehn Minuten mussten die Brucker dabei sogar erneut in Unterzahl überstehen. Schiedsrichter Florian Ziegler (Hohenpeißenberg) hatte Marian Knecht in der 86. Minute die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns gezeigt. „Dabei habe ich gar nichts gesagt“, ärgerte sich der Stürmer. Zudem hatte Ziegler anschließend – auch aufgrund zweier Trinkpausen wegen der großen Hitze – fünf Minuten nachspielen lassen.

Doch am Brucker Sieg änderte das nichts mehr. Knecht hatte sich nämlich noch vor seiner „Sündentat“ vor zum Matchwinner aufgeschwungen, als er in der 55. Minute das goldene Tor erzielte. Mindestens ebenso großen Anteil am Treffer hatte Knechts Sturmpartner Karol Kopec. Der Pole hatte im Mittelfeld den Ball erobert und der Ichenhausener Defensive mitten in der Vorwärtsbewegung mit seinem Zuspiel den entscheidenden Stich verpasst. Angesichts der 90 Minuten in Ichenhausen ist die 1:3-Pleite im Sparkassenpokal in Alling am Mittwoch kaum zu erklären. Die Brucker Leistungssteigerung ist aber wohl auch auf den ätzenden Hohn und Spott zurückzuführen, der anschließend in den sozialen Medien auf den SCF hereingebrochen ist. Der hatte die Akteure offenbar angestachelt.

„Wenn wir in Alling nicht verloren hätten, hätten wir wahrscheinlich jetzt nicht gewonnen“, vermutet Trainer Tarik Sarisakal. Möglicherweise wäre die Schmach von Alling auch nicht passiert, wäre der der am Cup-Abend beruflich verhinderte Coach selbst dabei gewesen. In Ichenhausen jedenfalls hat die Mannschaft „unglaublich diszipliniert“ gespielt und die Räume eng gemacht. So kamen die hochfavorisierten Hausherren am Ende zwar auf gefühlte 80 Prozent Ballbesitz. Zwingende Torchancen blieben aber Mangelware. Lediglich eine Schreckskunde hatte der SCF in der Schlussphase noch zu überstehen, als Ichenhausen schon den Ausgleich bejubelte.

Der Treffer fand aufgrund einer Abseitsstellung aber keine Anerkennung. Und so blieb der SCF in dieser Spielzeit erst zum zweiten Mal ohne Gegentor. Eine Leistung die Sarisakal und seinen CoTrainer Michael Westermair jubeln ließ: „Wir sind unheimlich stolz, was die Mannschaft hier bei 35 Grad Hitze abgeliefert hat.“ Der Sensationserfolg dürfte auch das zuletzt arg angekratzte Selbstvertrauen des SCF wieder aufmöbeln, denn, so Sarisakal: „Hier einen Sieg mitzunehmen, das ist ein Brett.“

Quelle: fussball-vorort.de

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