Brucker Abwehr hält dicht

- SCF trauert beim 0:0 in Bayreuth vergebenen Torchancen nach

VON DANIEL LÖB Fürstenfeldbruck - Mit einem lachenden, aber auch einem ein klein wenig weinenden Auge verließen die Bayernliga-Kicker den SC Fürstenfeldbruck den Rasen des Hans-Walter-Wild-Stadions in Bayreuth. Ein 0:0 hatten die Brucker nach einer kämpferisch starken Leistung der SpVgg Bayreuth abgeknöpft - nach acht Gegentreffern in drei Partien endlich wieder mal die Null hinten und einen Punkt geholt.

Doch insgeheim trauerten besonders die beiden SCF-Spitzen Felsner und Hönisch ihren beiden hundertprozentigen Chancen nach, denn da hatte Bayreuth nichts entgegenzusetzen. Gleiches Leid, gleiche Taktik - beide Teams waren in den vergangenen Wochen unterdurchschnittlich erfolgreich. Also lag die Bemühung beider Trainer erst einmal in einer starken Abwehrreihe, und das zog sich durch die ganze Partie hindurch.

Wenig Torraumszenen, gerade einmal zwei gute und brandgefährliche Torchancen auf Seiten der Fürstenfeldbrucker, nicht einmal ein gefährlicher Torschuss aus dem Spiel heraus auf den Kasten von Daniel Weber von den Bayreuthern. Lediglich mit zwei scharfen Freistößen - von vier Versuchen - konnte der Ex-Ismaninger Matthias Heckenberger dem SCF-Keeper den absolut betätigungslosen Nachmittag verhindern. Weber klärte zweimal mit Glanzparade.

Dass den Bayreuthern das Durchkommen gänzlich verhindert wurde, lag an der aufopferungsvollen Kampf- und Laufbereitschaft der gesamten SCF-Defensive. Hart in den Zweikämpfen, den Ball nie verloren gegeben, die Räume sehr eng gemacht, bereits im Mittelfeld.

"Ich bin wirklich zufrieden mit dem Punkt, gerade weil er auswärts war und Bayreuth sicher mit dem neuen Trainer Schwung bekommt. Wir haben nach den letzten Spielen endlich hinten wieder dicht gehalten, das war ganz wichtig", freute sich Admir Hasanovic. Ebenso zufrieden, dennoch mit Gedanken noch bei der 54. Minute war nach Schlusspfiff Florian Hönisch: "Wir sind als Kollektiv aufgetreten. Es hat jeder super gekämpft - das Spiel war wieder ein Schritt nach vorne für die Mannschaft. Trotzdem trauere ich der Torchance hinterher - das hätten zwei Punkte mehr sein können."

Denn zehn Minuten nach der Pause leistete sich die ebenfalls äußerst stark und diszipliniert auftretende Viererkette der Bayreuther - Neu-Coach Gino Lettieri hatte kurzfristig doch umgestellt - einen von zwei kapitalen Fehlern: Ein Einwurf von Christian Henrich trudelte durch zwei Bayreuther Beine hindurch - und plötzlich stand Florian Hönisch sieben Meter frei vor Keeper Oliver Müller: Ein harter Schuss von halbrechts, doch Müller parierte. Ebenso gegen Andreas Felsner kurz vor dem Pausenpfiff: Vertändelter Ball in der eigenen Hälfte, Felsner frei vor Müller, doch rettete der nicht nur den Ball, sondern auch Bayreuth den Punkt.

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