Mirza Dzafic konnte in der 90. Minute noch den Ehrentreffer für die Brucker erzielen.
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Mirza Dzafic konnte in der 90. Minute noch den Ehrentreffer für die Brucker erzielen.

Brucks Coach frustriert über die Pleitenserie

SC Fürstenfeldbruck - Der SC Fürstenfeldbruck bleibt zur Saisonhalbzeit auf einem direkten Abstiegsplatz hängen. Zum Vorrundenfinale setzte es beim 1:2 (0:1) in Nördlingen das dritte sieglose Spiel in Folge. Bei Coach Tarik Sarisakal herrscht Frust pur.

Der Brucker Übungsleiter brauchte nach der neuerlichen Pleite ein paar Momente, um sich wieder zu fangen. „Was soll ich sagen? Du hast das Spiel selbst gesehen“, sagte er zum Tagblatt-Reporter. Grund für die anfängliche Sprachlosigkeit war der Spielverlauf im Donau-Ries, der einmal mehr verdächtig an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnerte. Wie schon so oft in dieser Spielzeit waren die Brucker nicht die schlechtere Mannschaft. Von einem befürchteten Klassenunterschied zwischen dem Tabellenvierten und dem Vorletzten war jedenfalls nichts zu sehen.

Aber am Ende zählen nicht Optik, Kampf und Schönspielen, sondern die Tore. Und da hatte Nördlingen eben eines mehr geschossen. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf in keiner Weise wider“, sagte Sarisakal, der schließlich doch seine Sprache wieder fand. Aber davon könne man sich nichts kaufen. „Es ist immer die selbe Leier.“ In der Tat dürfte der SCFCoach im Verlauf der 90 Minuten so einige Déjà-vus gehabt haben. Das erste kam in der 40. Minute, als ein dicker Patzer die Brucker ins Hintertreffen brachte. Sarisakals Beobachtung, Nördlingen hätte bis dahin keine Chance gehabt, war zwar nicht ganz richtig.

Immerhin durften sich die Brucker zuvor schon einmal bei der Querlatte als Retter bedanken. Der Rückstand fiel dann aber dennoch mehr oder minder aus dem Nichts. Bei einem weiten Ball stellte sich die Brucker Abwehr nicht richtig, in der Folge hob dann auch noch Nickoy Ricter das Abseits auf und verlor den dadurch nötigen Zweikampf. „Der Ball ist 40 Meter in der Luft und wir schlafen“, schimpfte der Brucker Coach. „Das kannst du nicht trainieren.“ Déjà-vu Nummer zwei gab es nach dem Seitenwechsel: Mirza Dzafic traf – wie schon in Gersthofen – zunächst nur die Latte.

In dieser Phase waren die Brucker endgültig am Drücker und hatten die besseren Chancen. Aber auch Ferhat Sereflioglu konnte einen Kopfball aus kurzer Distanz nicht über die Linie drücken. „Es ist brutal, was man da im Moment durchsteht“, stöhnte Sarisakal. Als die Brucker schließlich alles nach vorne warfen, trafen die Hausherren zum entscheidenden 2:0.

Der SCF Ehrentreffer von Mirza Dzafic fiel erst in der Nachspielzeit, die Schiedsrichter Philipp Vecera aus Roßtal zwar auch danach noch deutlich mehr in die Länge zog, als es den Nördlingern lieb gewesen ist. Für eine Wende war es trotzdem nicht lange genug.

Quelle: fussball-vorort.de

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