Augen zu und durch: Die vergangene Saison des SCF (in gelb) war nur schwer mit anzusehen.
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Augen zu und durch: Die vergangene Saison des SCF (in gelb) war nur schwer mit anzusehen.

SCF stellt sich neu auf

Der SC Fürstenfeldbruck entgeht nach schwacher Saison nur knapp dem Abstieg

  • VonDirk Schiffner
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Der SC Fürstenfeldbruck hält um Haaresbreite die Klasse in der Kreisliga. Mit neuen Trainern und finanzieller Hilfe soll es jetzt wieder nach oben gehen.

Fürstenfeldbruck – Nur dank des gewonnenen Direktvergleichs gegen den FC Weil blieb der SC Fürstenfeldbruck vor dem Durchreichen von der Bezirksliga in die Kreisklasse verschont. Die Verantwortlichen wollen die chaotische Saison schnellstmöglich abhaken. In der kommenden Spielzeit soll der Blick nach oben gehen.

SC Fürstenfeldbruck mit schwachem Start in die Corona Saison 2019/21 - Trainerteam und Manager müssen gehen

In dieser Corona-Saison 2019/2021 ist rund um das Stadion an der Klosterstraße mal wieder viel passiert. Am ersten Spieltag stand noch Saki Kiourkas an der Seitenlinie der einstigen Nummer eins im Landkreis. Mit einem 1:0-Sieg beim FC Eichenau legte der SCF gut los. Doch aus den folgenden zehn Spielen holte man gerade mal acht Pünktchen. Nach der 0:7-Pleite beim TSV Peiting Ende Oktober 2019 traten zunächst Co-Trainer Güngör Cakir und Teammanager Mahmut Sahin zurück, Kiourkas hingegen wollte „meine Mannschaft nicht im Stich lassen.“ Doch nur wenige Stunden nach dieser Aussage war auch für den Griechen Schicht im Schacht.

SC Fürstenfeldbruck: Ziel war die Bezirksliga - Stattdessen nur dank der Quotientenregel der Klassenerhalt

Nachfolger Alexander Bayer war auch nicht wesentlich erfolgreicher, in den sieben Partien, die im Zeitraum November 2019 bis Oktober 2020 gespielt werden konnten, holte der SCF vier Zähler. Das reichte immerhin für den Relegationsplatz. Da wegen des beschlossenen Saisonabbruchs keine Relegationspartien ausgetragen wurden, kamen die Kreisstädter somit noch einmal mit einem blauen Auge davon. Im ebenfalls eingestampften Ligapokal standen die Brucker im Achtelfinale – hinter vorgehaltener Hand hatte man über diesen Umweg sogar auf den Aufstieg in die Bezirksliga gehofft. Am Ende konnten die Brucker froh sein, dass sie dank der Quotienten-Regelung in der Kreisliga verbleiben durften.

Führungsriege des SC Fürstenfeldbruck stellt sich neu auf - „Wir woillen um den Aufstieg mitspielen“

Jetzt soll aber alles anders werden. Im Winter 2020 stellte sich die Führungsriege der Brucker Fußballer neu auf. Eine der ersten Handlungen des neuen sportlichen Leiters Roman Villarreal war die Suche nach einem Trainer, nachdem Bayer Ende Februar aus freien Stücken das Handtuch geworfen hatte. Als Retter hatte Villarreal das erst wenige Wochen zuvor beim Bezirksligisten SC Unterpfaffenhofen entlassene Trainer-Duo Victor Medeleanu und Bernd Schrock in die Kreisstadt gelockt.

Ausgestattet mit frischem Geld eines lokalen Sponsors, der auch die Namensrechte an der Spielstätte an der Klosterstraße erwarb, wurde die Mannschaft aufgemöbelt. „Wir wollen um den Aufstieg mitspielen. Das muss unser Anspruch sein“, sagte SCF-Pressesprecher Nick Morina. Druck auf den Trainer will er aber nicht machen, von Medeleanu ist man im Brucker Lager aber ohnehin überzeugt. Morina: „Er passt hundertprozentig zu unserer Philosophie.“ Mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Utting starten die Kreisstädter in die Saison. Bis dahin sollten alle Hausaufgaben, wie es Morina umschrieb, gemacht sein. „Dann werden wir nicht links, nicht rechts schauen.“ (Dirk Schiffner)

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