Mit Distanzschuss ebnet Kapitän Hahn Weg zum Triumph

- FC Aich bezwingt den Favoriten FC Garmisch ungefährdet mit 3:0 - Sonderlob für Abwehr-Youngster Stahl

VON ANDREAS GELLRICH Aich - In alter Rolle hat Bezirksligist FC Aich zu seiner Form zurückgefunden. Die Mannschaft von Spielertrainer Thomas Stehle war gegen den bisherigen Tabellendritten aus Garmisch-Partenkirchen erstmal in dieser Saison Außenseiter, doch wie schon im vergangenen Jahr, als die aufgestiegenen Aicher oftmals von ihren Gegnern unterschätzt wurden, fand auch der favorisierte FCP, der erst kürzlich Bayernligist SC Fürstenfeldbruck aus dem Pokal geworfen hatte, nie zu seinem Spiel. Am Ende verbuchte Aich einen lockeren 3:0 (1:0) Heimsieg.

Dabei erwischten die Gäste aus dem Werdenfelser Land sogar den besseren Start, denn die wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Andreas Heinzinger neu formierte FCA-Abwehr um Libero Julien Stahl erwies sich zunächst als nicht sonderlich sattelfest. Aber Garmisch konnte seine tausendprozentige Chance durch Sven Rupp, der nach einem Querschläger am Sechsmeterraum völlig frei zum Schuss kam, nicht nutzen.

Nachdem auch der Garmischer Spielmacher Franz Benkert mit einem Kopfball am Aicher Schlussmann Markus Wiedmann gescheitert war, steigerte sich Stahl von Minute zu Minute und gab der Abwehr die nötige Sicherheit. Das brachte dem jungen Abwehrspieler auch ein Sonderlob von FCA-Präsident Anton Huber ein, der vor allem in der zweiten Hälfte ein überragendes Spiel von Stahl gesehen hatte: "Julien stand heute hinten wie ein Fels in der Brandung."

Weil Garmisch nach gut 20 Minuten die Zügel mehr und mehr aus der Hand gab und sich die Aicher kontinuierlich steigerten, war die Führung nur noch eine Frage der Zeit. Zunächst versagten jedoch Florian Gerum die Nerven, als er alleine aufs Tor stürmend den Ball nicht richtig traf. Als ein weiterer Angriff der Aicher schon in der vielbeinigen Gästeabwehr hängen zu bleiben schien, zog Kapitän Patrick Hahn aus dem Rückraum einfach mal ab, und der Ball trudelte unhaltbar vom Innenpfosten ins Garmischer Tor.

Auch nach dem Seitenwechsel agierte Aich taktisch cleverer und ging verdient mit 2:0 in Führung. Gäste-Keeper Hannes Benkert unterlief einen Stehle Freistoß - von der Seitenauslinie getreten - und das Leder senkte sich hinter im in die Maschen.

Der Schnitzer ihres Schlussmannes brach Garmisch das Genick. Nach einem Foul an Stehle verwandelte Christian Schilling den fälligen Strafstoß zum 3:0. Erst in den letzten fünf Minuten bot sich Garmisch die Chance zur Ergebniskosmetik, doch Markus Wiedmann blieb gleich in drei Eins-gegen-eins-Duellen mit Marc Dannemann Sieger und sicherte die Null für die Platzherren.

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