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Dylan Hughes (M.) wurde vom italienischen Fußball-Gastronomen Antonio di Gorga (r.) gelockt und dann von Sigi Müller (l.) verpflichtet.

Sportdirektor und Premiumsponsor

Dylan Hughes - Der neue SCF-Messi(as) offenbart Visionen

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SC Fürstenfeldbruck – Der neue Sportdirektor und Premiumsponsor hat Großes vor: Nach dem Klassenerhalt will er unbedingt in die Regionalliga Bayern.

Nein, den Trainerjob übernimmt er nicht. Aber ansonsten würde Dylan Hughes perfekt in den Anzug von Felix Magath passen. Die Arbeit, die der einstige Bundesliga-Coach und -Manager bis vor wenigen Wochen noch in Wolfsburg ausgeübt hat, macht beim SC Fürstenfeldbruck jetzt der in Kanada geborene Ex-Profi: Als Sponsor und Sportdirektor in einer Person will Hughes den Verein in die Regionalliga führen. Zuvor aber muss erst mal eine Etage tiefer in der Bayernliga der Klassenerhalt geschafft werden.

Keine Stammplatz-Garantie und verschärfter Konkurrenzdruck

Gestern Mittag wurde das gut zwei Monate sorgsam gehütete Geheimnis um den Noch-27-Jährigen (am 25. Januar hat er Geburtstag) gelüftet. Und Hughes packt gleich kräftig an: Noch in dieser Woche will er mit jedem einzelnen Spieler Gespräche führen und ausloten, wer gewillt ist, seine Anforderungen mitzutragen. Die sind nämlich äußerst anspruchsvoll. Partymachen vor dem Spieltag oder berufliches Verhindertsein – das geht bei den Jungspunden jetzt nicht mehr. Denn Hughes ist trotz seiner noch jungen Jahre ein Vollblut-Perfektionist.

Nach den wenigen Spielen, die er verfolgt hat, ist ihm eines schon aufgefallen: „Die Elf ist auf einer zu einfachen Plattform stehengeblieben.“ Nun wird ausgesiebt. Noch in der Winterpause will Hughes, der in München eine Sportmarketingfirma betreibt und auch auf internationaler Spielervermittlerbasis tätig ist, vier bis sechs Neuzugänge an die Amper locken. Seine Hintergedanken: keine Stammplatz-Garantie mehr für die bislang tätigen Akteure und verschärfter Konkurrenzdruck. Die Neuen will Hughes sowohl aus höherklassigen deutschen als auch italienischen Ligen rekrutieren. Halbe Profis also, die entsprechend bezahlt werden wollen. Doch gerade an den Finanzen hat es zuletzt beim SCF gehapert.

Weiterere Premiumsponsoren sichern finanzielle Lage

Mittlerweile aber bewegt sich der Verein nach Angaben von Neu-Schatzmeister Gerhard Fischer wieder auf einer „geraden Bahn“. Nicht zuletzt das Privatspiel des vor zwei Monaten gratis in der Technomarkt-Markt angetretenen FC Bayern hat Bares in die zuvor klammen Kassen gespült. Hinzu kommen weiterere Premiumsponsoren, die sich zwangsläufig mit Geld auskennen sollten: Die Brüder Alfred und Albert Kirr sind regionale Repräsentanten der Deutschen Vermögensberatung. In welcher Größenordnung sich ihr Engagement bewegt, wollten sie beim Vorstellungsgespräch nicht verraten. Allerdings, so Vizepräsident Eckart Lutzeier: „Es ist keine Kleinigkeit.“

Dylan Hughes, der auf ein eigenes Büro im SCF-Zentrum verzichtet und seinen Vereinsjob von München aus erledigt, hat mit Trainer Roberto Fontana bereits entspechende Gespräche geführt und damit gleichzeitig deutlich gemacht, dass zuletzt kursierende Gerüchte um eine vorzeitige Ablösung des Übungsleiter vorläufig beseite geräumt sind. Vor drei Jahren, so der neue Sportdirektor, habe er erstmals vom SC Fürstenfeldbruck gehört. Damals war er noch Juniorentrainer und Talentsichter bei den Münchner Löwen gewesen. Auch er will über die Größenordnung seines Sponsorbeitrages nicht so gerne reden.

Wintertrainingslager in der Türkei

Den Deal mit dem SCF eingefädelt hat Nabucco-Gastronom Antonio di Gorga. Und mit dem ist nicht nur Dylan Hughes eng befreudet. Der Italo-Wirt hat noch etliche andere Privatnummern von italienischen Fußball-Promis auf seiner Handyliste. Gemeinsam mit Hughes hat er deshalb bereits erste internationale Testspiele auf dem Radar. Und im Januar reist die alte und neue Elf – erstmals nach vier Jahren – wieder in ein Trainingslager. Statt damals in Griechenland wird diesmal die Türkei bevorzugt. Denn in der Gegend um Antalya treiben sich in der Winterpause etliche Bundesligisten rum.

von Peter Loder

Quelle: fussball-vorort.de

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