Endlich der erste Saisonsieg

- Fürstenfeldbruck - Fast greifbar war die Erleichterung bei den Bayernliga-Fußballern des SC Fürstenfeldbruck, nachdem ihnen gestern Abend endlich der so heiß ersehnte erste Saisonsieg gelang. Mit 2:1 rangen die Brucker die stark ersatzgeschwächten Oberpfälzer nieder und beendeten damit ihre Negativserie von sechs sieglosen Spielen.

Nimmt man die letzten beiden Spiele der Vorsaison hinzu, mussten die Brucker sogar acht Pflichtspiele lang auf einen Erfolg warten. Umso erstaunlicher war es, dass die Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit keinerlei Verunsicherung zeigte, sondern wacker weiterkämpfte. Das musste auch Gästecoach Hans Kuchler neidlos anerkennen. "Uns war schon klar, dass wir hier nicht zu einem typischen Tabellen-15. fahren würden. Trotzdem haben wir natürlich auf Verunsicherung gehofft. Die haben wir leider nicht angetroffen."

Der Grund dafür liegt laut SCF-Coach Dirk Teschke - so paradox das klingt - am Verlauf der vergangenen Partien. "Es war ja nicht so, dass wir jedesmal grottenschlecht gespielt und verdient verloren hätten. Wir haben zuvor schon phasenweise guten Fußball gespielt."

Ähnlich sieht das auch Spielmacher Andreas Staude, der gegen Bad Kötzting als Torvorbereiter und kampfstarker Motor des Mittelfeldes glänzte. "Wir wussten, was wir können, und dass wir nicht so schlecht sind." Trotzdem war auch beim Neuzugang von der FT Starnberg die Erleichterung nach dem ersten Sieg natürlich riesengroß. "Der Markus Rieger und ich haben schon gedacht, dass wir das Pech aus Starnberg mit hierher gebracht hätten. Darum war der Sieg sehr wichtig", sagt Staude, der in der Vorsaison mit Starnberg in die Bezirksoberliga abgestiegen war.

Dass es am Ende nach dem Anschlusstreffer noch einmal spannend wurde, lag nicht zuletzt auch am Unparteiischen Björn Söllner aus Aidhausen, der eine völlig indiskutable Leistung bot. Die haarsträubendsten Fehler: Gegen Bad Kötztings Martin Scheuerer beließ er es nach dessen zweiten gelbwürdigen Foul bei einer Ermahnung (35.), Dominik Dierich musste nach zwei vergleichsweise harmlosen Vergehen vorzeitig zum Duschen. Gleich zweimal drückte der Unparteiische bei Gäste-Keeper Christian Wloch die Augen zu. Beide Male rannte er ungestüm den alleine auf ihn zulaufenden Markus Rieger, beziehungsweise Christoph Ullmann über den Haufen. Bei Rieger ließ Söllner einfach weiterspielen, bei Ullmann entschied er gar auf Freistoß für Bad Kötzting.

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