Der Einpeitscher geht vom Bord: Thomas Griesgraber kehrt Olching enttäuscht den Rücken. foto: kürzl

Ex-Trainer Griesgraber rechnet mit dem SC Olching ab

SC Olching - Der Rückzug vollzog sich zwar im stillen Kämmerlein. Doch sorgte er für den nächsten Knalleffekt beim SC Olching: Ex-Trainer Thomas Griesgraber hat den Fußball-Bezirksligisten verlassen. Nun rechnet er ab.

Auf der Vereins-Homepage ist Thomas Griesgraber zwar noch als Mitglied des Trainerstabes verzeichnet, doch gegenüber dem Tagblatt bestätigte er: „Ich bin nicht mehr beim SC Olching tätig.“ Auch als Spieler wird Griesgraber nicht mehr aktiv sein.

Mit den Querelen auf Vorstandsebene und den daraus folgenden Rücktritten von Präsident Wolfgang Kieslinger sowie Abteilungsleiter Alexander Pauker habe seine Entscheidung nichts zu tun, sagt Griesgraber. Die sei bei ihm bereits vorher gefallen. „Leicht gemacht habe ich es mir. Ich habe immer nur das Beste für den SCO gewollt.“

Dass sein Ehrgeiz nicht auf einer Linie mit Teilen des Umfeldes und seiner Mitspieler lag, erklärt Griesgraber ganz offen. Auch bei einem Amateurverein müsse eine gewisse professionelle Einstellung herrschen. Es könne nicht angehen, dass sich einige in Urlaub verabschieden, wenn es gegen Relegation oder Abstieg gehe. Griesgraber spielt dabei auf die Vorgänge im Katastrophen-Sommer 2010 an. Namen nennt er nicht, doch brodelt es in dem ehrgeizigen Kicker immer noch: „Schon komisch, wie manche den Verein im Stich gelassen haben.“ Ihm jedenfalls hänge der Abstieg aus der Bezirksoberliga immer noch nach. In der Vorrunde der aktuellen Saison hatte er zudem immer wieder darauf hingewiesen, man werde genau beobachten, welche Spieler sich voll einsetzen. „Da ist für mich keine Besserung in Sicht.“

Ebenso deutlich wird der Ex-Trainer und -spieler gegenüber der Führungsetage. Solche Geschichten wie mit der Vorstandschaft dürfe sich ein Verein wie der SC Olching – immerhin bis vor einem halben Jahr noch die Fußball-Nummer-zwei im Landkreis – nicht erlauben. „Das ist für die Außenwirkung fatal.“ Eine derartige Entwicklung müsse man mit Sorge betrachten, selbst wenn es schlimmer wohl nicht mehr kommen werde.

Die Länge seiner Auszeit hat Griesgraber für sich erst einmal bis zum Saisonende festgelegt. Angebote aus Landes- und Bezirksoberliga, auch außerhalb des Landkreises, habe er schon bekommen. „Ich brauche erst einmal eine Pause.“ Für die Zeit danach aber hat er bereits entschieden: „Unter der Bezirksliga geht gar nichts. Und die Perspektive muss auch stimmen.“

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