Farbenfrohe Partie dank Schiri

- Stehles Rücktritt lähmt Aich - FCE bedankt sich und siegt 2:0

VON DIETER METZLER Aich/Emmering - Zum Auftakt der Rückrunde hat der FC Emmering seinen dritten Tabellenplatz mit einem verdienten 2:0 Auswärtssieg beim FC Aich erfolgreich verteidigt. Der FC Aich dagegen, der heuer bisher deutlich unter den Erwartungen der vergangenen Saison zurück blieb, rutschte nach dieser Niederlage weiter ab.

Die Mannschaft des FC Aich spielte nach der am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung von ihrem Spielertrainer Thomas Stehle gemachten Rücktrittsankündigung wie gelähmt. Keiner der Spieler hatte zuvor auch nur eine Ahnung, dass Stehle zur Winterpause den FC Aich verlässt. "Stehle wechselt zu 98 Prozent zum SC Maisach", lüftete Anton Hubers Nachfolger im Präsidentenamt, Fritz Algeier, das Geheimnis, nachdem Stehle selbst sich noch in Stillschweigen hüllte.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start, versäumten es aber, in Führung zu gehen. Die beste Chance dazu erhielt Christian Schilling, der nach zehn Minuten allein vor FCE-Keeper Florian Eckl auftauchte und knapp das Tor verfehlte. "Wir müssen unsere wenigen Chancen auch verwerten", meinte Neu-Präsident Fritz Algeier und führte als weitere Ursachen für die Niederlage ins Feld: "Im Zusammenspiel hapert es, und es wird auch zu wenig über die Flügel gespielt."

Nachdem die Elf von Emmerings Trainer Sebastian Hartl ihre Anlaufschwierigkeiten abgelegt hatte, übernahm sie mehr und mehr das Kommando. Fast wäre Christian Scherer kurz vor der Pause die Führung gelungen, als der Mittelstürmer bei einer Hereingabe von Sascha Tochtermann knapp am Leder vorbei rutschte. Jonas Braun hatte von Trainer Hartl die Aufgabe erhalten, die Kreise von Aichs Spielertrainer Thomas Stehle wirkungsvoll zu stören. Dabei hat sich der Emmeringer Youngster bestens aus der Affäre gezogen. Und wie zuletzt in Herrsching brachte Martin Lankes seine Kameraden auf die Siegesstraße. Zum wiederholten Male konnte sich Lankes auf dem rechten Flügel durchtanken und bediente Christian Scherer mit einer maßgerechten Flanke, der die Führung mit dem Kopf besorgte.

Seine hervorragende Leistung trübte Hitzkopf Lankes wieder einmal nur durch eine Unbeherrschtheit, als er nach einem völlig unnötigen Trikotzupfen die Ampelkarte sah. Zuvor hatte der kartenfreudige Unparteiische schon Thomas Gleissner mit der roten Karte vom Feld geschickt, als Gleissner nach einem Foulspiel von Andreas Heinzinger den Übeltäter mit einigen unfreundlichen Worten bedachte. Für das numerische Gleichgewicht sorgte der Referee allerdings schnell, indem er auch Patrick Hahn mit der Ampelkarte bedachte.

Zum Glück ließen sich die beiden Kontrahenten von der schlechten Leistung des Unparteiischen nicht anstecken. Auch nicht, als Nizam Kayan kurz nach seiner Einwechselung wegen einer angeblichen Notbremse rot präsentiert bekam. Zu diesem Zeitpunkt hatte der eingewechselte Sebastian Jakob mit seinem Treffer zum 2:0 bereits für die endgültige Entscheidung zugunsten des FCE gesorgt. Beide Mannschaften verteilten an den Referee nach dem Schlusspfiff keine guten Noten, dem in der Schlussphase das Derby zu entgleiten drohte. Die Begegnung, die rein vom statistischen betrachtet auf eine unfaire Gangart der beiden Mannschaften schließen lässt, verfälscht das Bild völlig.

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