Wolfgang Reinhardt hat fertig mit Aich.

FUSSBALL-KREISLIGA

FC Aich trennt sich vom Trainer-Urgestein

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Nun also doch: Nach der achten Kreisliga-Niederlage in Folge hat der FC Aich die Reißleine gezogen und sich von Trainer Wolfgang Reinhardt getrennt. „Im gegenseitigen Einvernehmen“, wie Präsident Gerhard Schuster betonte.

Aich Die beiden Trainingseinheiten vor der Winterpause und das Jahresabschlussspiel am Samstag gegen den TSV Peiting werden vom bisherigen Co-Trainer Bastian Jaschke geleitet.

Ein offizieller Nachfolger für Reinhardt steht noch nicht fest. „Da lassen wir uns Zeit, wir prüfen allen Optionen in Ruhe“, sagt Schuster, der bei der Jahreshauptversammlung am 21. November seine fünfte Amtszeit anstrebt.

Letzlich war die Demission unausweichlich. Allerdings der Präsident Schuster den Ex-Trainer nicht als Alleinschuldigen an der Misere festmachen. Auch die Spieler nahm der 44-jährige Funktionär ins Gebet. Unmittelbar nach der 2:3-Niederlage beim SC Fürstenfeldbruck am 2. November hatte Schuster noch Reinhardt das Vertrauen ausgesprochen. Doch nach den beiden trostlosen Derby-Pleiten gegen Moorenweis (1:5) und in Maisach (1:3) blieb selbst dem sonst so gelassen wirkenden Präsidenten keine andere Wahl. „Die Erfolgserlebnisse haben einfach gefehlt.“

In Maisach saß Reinhardt ziemlich ratlos auf seiner Trainerbank. Nach dem Abpfiff trotte der 35-Jährige dann arg konsterniert vom Platz – im Wissen, dass es das wohl gewesen war. Es folgte „ein langes und freundschaftliches Gespräch“ zwischen Schuster und Reinhardt. „An einer Schraube mussten wir drehen“, erklärte danach der Vereinschef. Ähnlich wie im Profifußball sei auch im Amateurbereich bei Misserfolg der Trainer das schwächste Glied. Allerdings müssen sich die Spieler den Schuh anziehen, an der Ablösung Reinhardts nicht ganz unschuldig zu sein. Keiner konnte in der Hinrunde an die Leistungen der Vorsaison, als Aich nur knapp die Aufstiegsrelegation verpasste, anknüpfen. Für die Spieler gibt es nun kein Alibi mehr. Schuster: „Das haben sie sich selbst genommen.“

Reinhardt betreute von 2016 bis 2018 die A-Klassen-Reserve des Brucker Vorstadtvereins, ehe er zum Cheftrainer der Kreisliga-Elf befördert wurde. Auf Anhieb schaffte er im Vorjahr mit der Mannschaft den dritten Platz. In dieser Saison brachte der FCA aber bislang keinen Fuß auf den Platz. Drei Siegen standen zwölf Niederlagen gegenüber. Reinhardt ist ein echtes echtes Aicher Urgestein. Schon als Fünfjähriger spielte er beim FC, auch im Erwachsenenbereich blieb er seinem Klub fast ausnahmslos treu – von zwei kurzen Intermezzos beim SC Maisach und SC Olching abgesehen. Jetzt ist das Kapitel FC Aich vorerst beendet.

Die Trennung kann der zweifache Familienvater gut einordnen. Letztlich habe er sie irgendwie auch kommen sehen. Nachtreten will auch er nicht. „Auf Grund meiner Aicher Vergangenheit ist mir das Verhältnis zum Verein sehr wichtig“, betont Reinhardt. „Von der Mannschaft bin ich zu 100 Prozent überzeugt, dass sie den Klassenerhalt noch schaffen wird.“

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