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Die Gäste waren fast immer einen Tick früher am Ball

Großer Jubel bei Emmeringer Tor

Zweistellig! FC Emmering verliert gegen Unterhaching

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Deutlich mit 1:13 (0:3) verlor der FC Emmering am gestrigen Feiertags-Nachmittag in der ersten Runde des Bayerischen Verbandspokals gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching. Trotz der Pleite strahlten die Vereinsverantwortlichen mit der Sonne um die Wette.

Als Karol Kopec in der 90. Minute den Ball im Hachinger Netz versenkte, brandete großer Jubel im Hölzlstadion auf. Dass es nur der Ehrentreffer zum 1:13 war, darf an dieser Stelle großzügig übersehen werden.

In den 90 Minuten zeigten die Drittliga-Gäste Tempofußball gegen die Feierabendkicker aus der Kreisklasse.

Trotz der 13 Gegentreffer konnte FCE-Tormann Benedikt Heinrich noch lachen, auch wenn „es zum Verzweifeln war“. Dennoch hat es Spaß gemacht, versicherte der 23-jährige Schlussmann.

Ebenfalls zufrieden war Thomas Biersack, der gehofft hatte, unter zehn Gegentoren zu bleiben. Der Emmeringer Klubchef hatte mit seinem knapp 50-köpfigen Team ein Super-Ereignis für die 750 Zuschauer organisiert. Finanziell dürfte der ein oder andere Euro für den FCE hängen geblieben sein.

Bestimmt hätten sich die Zuschauer über den ein paar mehr Haching-Profis gefreut. Doch SpVgg-Coach Claus Schromm gewährte jenen Spielern Chancen, die zuletzt in der Liga nicht auf so viel Einsatzzeit gekommen waren. Besonders genutzt hat dies Stefan Schimmer. Der 24-Jährige traf insgesamt fünf Mal. Dominik Widemann (3), Maximilian Krauß, Orestis Kiomourtzoglou (je 2) und Christoph Greger erzielten die weiteren Treffer für die Profi-B-Elf. Das Hachinger A-Team blamierte sich zeitgleich in einem Testspiel beim oberpfälzischen ASV Cham. Mit 4:3 gewann der Landesligist aus dem Bayerischen Wald gegen die Profitruppe aus dem Münchner Vorort.

Trotz der 13 Gegentreffer muss Emmerings Trainer Daniel Stapfer nicht um seinen Stuhl bangen. Der 32-Jährige, der erst seit einigen Wochen auf der Emmeringer Trainerbank sitzt, wirkte mit sich im Reinen und bewertete den Tag als vollen Erfolg. „In der ersten Halbzeit haben wir uns gut geschlagen. Nach der Pause war die Luft dann irgendwann weg und die Räume wurden größer.“ Zum Ehrentreffer von Karol Kopec sagte er: „Da haben wir die Hachinger eiskalt ausgekontert.“ Und musste selbst darüber schmunzeln. Während die Hachinger den Ball im Emmeringer Strafraum vertändelten, schaltete der Kreisklassist blitzschnell um, Schlussmann Benedikt Heinrich schickte Kopec auf die Reise. Der Pole umkurvte noch Gäste-Keeper Nico Mantl und ließ sich feiern.

Mindestens genauso glücklich waren die 25 Kinder der Emmeringer E2- und F2-Junioren, die mit den Großen unter den Klängen des AC/ DC-Klassikers „Hells Bells“ einlaufen durften. Nach dem Schlusspfiff holten sich die Kids von Emmeringer und Hachingern Spielern dann fleißig Autogramme.

Unter den 750 Zuschauern war auch Martin Buch. Der Ex-Trainer des FCE war einer der Wegbereiter des Emmeringer Pokalerfolgs in der letzten Saison. Der 36-Jährige ging nach seinem Rücktritt vor knapp elf Monaten zurück zum SV Planegg, wo er die U19-Junioren in der Landesliga betreut. Dieter Birkner, der am 1. Mai den Pokalerfolg auf Zugspitzebene vollendete, ließ sich entschuldigen. Der 51-Jährige hütete krank das Bett. Manuel Sichinger, im Vorjahr einige Wochen Interimstrainer, saß als Stapfers Assistent auf der Bank.

Hachings Dreifach-Torschütze Dominik Widemann freute sich „mal wieder hier in der Region zu spielen.“ Der 22-Jährige erlernte beim TSV Moorenweis das Fußball-ABC, mit zwölf Jahren ging er zum SC Fürstenfeldbruck, mit 16 dann nach Unterhaching. In den vergangenen drei Jahren kickte er beim FC Heidenheim, jetzt ist er wieder ein Hachinger.

Im eigens eingerichteten VIP-Bereich erfreuten sich die Ehrenpräsidenten Karl Kemeter, Werner Öl und Bernhard Staller an dem Pokalkick.

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