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Feriencamp bei RW Überacker: Kinder lernen von Ex-Bayern-Spielerin Clara Schöne

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Lernen von Profis: Die Kinder saugen alles auf, was Clara Schöne erzählt. Auch RW-Coach Attila Teufel hört mit.
Lernen von Profis: Die Kinder saugen alles auf, was Clara Schöne erzählt. Auch RW-Coach Attila Teufel hört mit. © Dieter Metzler

RW Überacker hat in den Ferien ein Trainingscamp für Kinder organisiert. Als Trainerin dabei: Ex-Bayern-Spielerin Clara Schöne.

Überacker – Wer diese Woche am Fußballplatz in Überacker vorbeifuhr, sah vor allem eines: schwarz. Kinder in schwarzen T-Shirts, die schwarzen Bällen nachjagten. Und mittendrin: Ehemalige Fußballprofis – natürlich mit schwarzen Shirts –, die ihr Wissen an die Nachwuchs-Kicker weitergaben. RW Überacker hatte zum Fußball-Feriencamp mit der Skillers-Akademie geladen und 60 Kinder waren gekommen, davon mehr als die Hälfte Mädchen.

Mit ein Grund für den hohen Mädchenanteil dürfte die prominente Trainerin sein, die in Überacker mit den Kindern arbeitete: Clara Schöne. Die 28-Jährige aus dem Würmtal kickte bis ins vergangene Jahr für die Freiburger Frauen in der Bundesliga und steht jetzt als Co-Trainerin an der Seitenlinie der zweiten Frauenmannschaft des FC Bayern. Bei den Münchnern spielte sie zwischen 2010 und 2014. Für die Mädchen in Überacker ist die Ex-Profispielerin Vorbild, Trainerin und Ansprechpartnerin zugleich.

Mädchen eifern ihren Profi-Vorbildern nach

Kicken sonst mit Jungs: Antonia Teufel (l.) und Isabel Tschiers gehören zum Kader der Regionalauswahl.
Kicken sonst mit Jungs: Antonia Teufel (l.) und Isabel Tschiers gehören zum Kader der Regionalauswahl. © Dieter Metzler

Mit großer Begeisterung sind auch die beiden zwölfjährigen Isabell Tschiers und Antonia Teufel, die Tochter von Überackers Juniorinnentrainer Attila Teufel, dabei. Die beiden Mädchen spielen beim FC Emmering zusammen in einer Buben-Elf und gehören zum Kader der bayerischen Regionalauswahl Süd. Sie träumen von einer Karriere als Fußballerinnen, am liebsten natürlich beim FC Bayern – so wie es Clara Schöne geschafft hat. Oder auch Sydney Lohmann: Sie machte ihre ersten fußballerischen Schritte bei den Jungs des SC Fürstenfeldbruck, wo sie mit einer Sondergenehmigung spielte, ehe sie beim FC Bayern zur Stammspielerin wurde und sogar zur Nationalspielerin reifte.

Teufel freut sich über die rege Beteiligung bei dem Feriencamp, das eigentlich schon im vergangenen Jahr hätte stattfinden sollen, aber dann von Corona ausgebremst wurde. Denn lange hatte in Überacker genau so ein Angebot gefehlt. Sogar die Töchter von Teufel und dessen Trainerpartner in Überacker, Reinhard Henzler, waren in den Sommerferien zu Camps von anderen Vereinen gegangen. Das wurmte die beiden Trainer so sehr, dass sie die Sache selbst in Hand nahmen. „Was die anderen können, das können wir schon lange“, dachten sich Teufel und Henzler.

Skillers-Akademie bietet professionelles Training

Alles schwarz: Die Skillers-Akademie legt Wert auf ein einheitliches Auftreten. Alle Kinder wurden für das Trainingscamp mit schwarzen Shirts ausgestattet. Sogar der Ball, mit dem gespielt wird, ist schwarz.
Alles schwarz: Die Skillers-Akademie legt Wert auf ein einheitliches Auftreten. Alle Kinder wurden für das Trainingscamp mit schwarzen Shirts ausgestattet. Sogar der Ball, mit dem gespielt wird, ist schwarz. © Dieter Metzler

Auf der Suche nach einer passenden Fußballschule stießen die beiden RW-Trainer schließlich auf die „Skillers Soccer Academy“. Die war erst im vergangenen Jahr von Matthias Strohmaier und Kevin Feucht gegründet worden. Die Idee, der die Fußballschule folgt, beschreibt Feucht so: „Wir wollen bei den Kindern die pure Lust am Fußballspielen fördern, und wollen, dass sie wieder zu Emotionen fähig sind, aus sich herausgehen und unbeschwert entfalten.“ Gleichzeitig sollen sie aber auch Fairness und Toleranz lernen. „Dabei wird ihnen vermittelt, dass das Miteinander in einer Mannschaft das Wichtigste ist und dass Rücksicht auf den Einzelnen genommen werden muss, um erfolgreich zu sein“, so Feucht.

Und wie man erfolgreich ist, wissen die meisten Skillers-Coaches aus eigener Erfahrung. Chef Kevin Feucht blickt beispielsweise auf eine Karriere beim Karlsruher SC und Wormatia Worms zurück und hat dank eines Stipendiums an der Universität von Santa Barbara in den USA gespielt. Dort fasste er auch im Trainer-Geschäft Fuß, baute mit Juventus-Turin-Legende Alessandro del Piero eine Fußballschule auf und schloss gleichzeitig seine UEFA-A-Lizenz ab.

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