Fernreise ohne Bonus: SCF holt in Hof ein 0:0

- Fußball-Bayernligisten zunächst ohne Kampfgeist

Fürstenfeldbruck - Das erwartet schwere Match war gestern Abend für den Bayernligisten SC Fürstenfeldbruck das Gastspiel auf der Grünen Au bei Bayern Hof. Denn die Hausherren waren 90 Minuten lang auf Wiedergutmachung bedacht, nachdem sie am Samstag beim Lokalkontrahenten SpVgg Bayreuth eine deftige 1:5-Klatsche bekommen hatten. Doch in der kämpferisch hart geführten Parte fehlte es auf beiden Seiten an Durchschlagskraft in der Offensive, so dass beide Trainer mit dem 0:0 glücklich sein mussten.

Mit dem einen Punktgewinn und auch der gehaltenen Null in der Abwehr war Brucks Trainer Peter Gebele durchaus zufrieden - wie seine Mannschaft aber das Unentschieden auf der Grünen Au holte, da schüttelte der SCF-Coach nach dem Abpfiff erst einmal minutenlang den Kopf. Denn besonders in der ersten Halbzeit ließen die Brucker jegliche Einstellung und jeglichen Kampfgeist vermissen. Hof war einfach klar besser, mental stärker und ständig am Drücker. "Wir hatten wirklich Glück, dass wir ohne Gegentor in die Pause gehen konnten, Hof hatte uns überrascht und überrollt", gab Gebele unumwunden zu.

Besonders seine Vierer-Kette war vor dem Seitenwechsel oft nicht im Bilde. Gerade über die linke Seite von Thomas Griesgraber brachen die Hofer immer wieder durch. Zeitweise bekamen die Brucker den minutenlang Ball kaum über die Mittellinie.

Unkontrollierte Befreiungsschläge - und die Offensivkräfte konnten die Bälle nicht halten, das Leder kam postwendend zurück Richtung eigener Strafraum. Immerhin: Ganz ausspielen ließen sich die Brucker Defensivmannen nicht. Hof agierte zwar mit gehörig viel Druck, aber bis auf den Pfostenschuss von Thomas Wolter (10.) auch ohne eine zwingende Tormöglichkeit.
Nach der Pause kompakt in der Defensive
 
Nach der Pause dann veränderte Vorzeichen: Hof nicht mehr so druckvoll, die kraftraubenden ersten 45 Minuten waren deutlich anzumerken. Bruck stand kompakter in der Defensive, bis auf viele Standarts, die aber keinerlei Gefahr für das Tor von Daniel Weber brachten, durften die Hofer Schlachtenbummler nichts mehr bejubeln. "Darauf hatten wir spekuliert, dass bei Hof die Puste etwas ausgeht nach dem höllisch hohen Tempo vorher. Aber uns hat es an Abgeklärtheit gefehlt, das vorne auszunutzen und ein Tor zu schießen", urteilte Gebele.

Die erste und einzige Großchance der Brucker erst spät in der 82. Minute: Sebastian Fischhaber startete auf der rechten Seite durch, flankte weit über die Abwehr hinweg, Branko Marcetic legte per Kopf zurück auf den herannahenden Florian Hönisch. Doch dessen harter Kopfball kam genau auf Hofs Keeper Jiri Vosyka. Der überragende Tscheche hatte zwar Probleme, begrub aber den Ball noch unter sich.

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