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Überacker Frauen feiern mit Kantersieg Rückkehr in Bezirksoberliga

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Nächster Halt Bezirksoberliga: Mit dem Sieg über Pöcking stehen Überackers Frauen einen Spieltag vor dem Ende als Meister und Aufsteiger fest.
Nächster Halt Bezirksoberliga: Mit dem Sieg über Pöcking stehen Überackers Frauen einen Spieltag vor dem Ende als Meister und Aufsteiger fest. © Dieter Metzler

Einen Spieltag vor dem Saisonende holte sich die Frauenelf von Rot-Weiß Überacker mit einem souveränen 11:0-Kantersieg über den SC Pöcking die Meisterschaft und kehrt nach nur einem Jahr zurück in die Bezirksoberliga. Für die Frauen des SC Unterpfaffenhofen geht derweil die Talfahrt Richtung Kreisliga weiter.

Bezirksliga

RW Überacker - SC Pöcking 11:0 (2:0) – „Wir haben die gesamte Saison über gezeigt, dass wir durch die Quotientenregelung zu Unrecht in die Bezirksliga runter mussten“, meinte ein überglücklicher Trainer Andreas Fasching, als nach dem Schlusspfiff auf dem Platz die Post abging. Es sei für ihn und die Mannschaft einfach eine Genugtuung. „Das, was ihr geleistet habt in dieser Saison, habe ich in meinem ganzen Trainerleben noch nie erlebt“, sagte Fasching, als alle Spielerinnen einen Kreis gebildet hatten und ihren Triumph genossen. „Dieser Teamgeist, dieser Wille, einfach unbeschreiblich.“

Eigentlich bestanden an der Rückkehr der Rot-Weißen in die Bezirksoberliga kaum Zweifel, dennoch war bei der Mannschaft eine gewisse Nervosität in den ersten 45 Minuten zu spüren. Locker hätte Überacker bis zur Pause mehr als nur zwei Treffer erzielen können. Aber nur auf Torjägerin Fridos Tomangbe war Verlass. Sie erzielte beide Treffer zum 2:0-Pausenstand. Erst als die Top-Torschützin nach dem Wiederanpfiff auf 3:0 erhöhte, löste sich die Verkrampfung im Spiel des Meisterschaftsaspiranten. Zudem brachen die Gäste aus Pöcking konditionell ein.

Nun fielen die Tore in schöner Regelmäßigkeit und am Ende konnte einem die Pöckinger Torfrau Claudia Schwarz leidtun, die elfmal den Ball aus dem Netz holen musste, dabei aber noch zu den Besten in ihrer Mannschaft zählte. Sophia Schmahl war es vergönnt, mit dem 8:0 den 100. Saisontreffer der Rot-Weißen zu erzielen. Torjägerin Fridos Tomangbe steuerte vier Treffer zum 11:0 bei. Damit sicherte sie sich mit 39 Toren vor Carolin Koston aus Vierkirchen (21 Tore) als Bezirksliga-Torschützenkönigin die von einer großen Brauerei gestifteten 15 Kästen Weißbier. Die restlichen Treffer steuerten Clara Vollrath (4), Anna Richter und Spielführerin Johanna Draude bei.

Dass die Meisterschale nicht vom Verband kam, sondern
von Überacker selbst gebastelt wurde, schmälerte nicht
die Freude von Stefanie Irger.
Dass die Meisterschale nicht vom Verband kam, sondern von Überacker selbst gebastelt wurde, schmälerte nicht die Freude von Stefanie Irger. © Dieter Metzler

TSV Solln - FC Puchheim 2:2 (1:0) – Mit einem 0:1-Rückstand ging es für die Frauen aus Puchheim in die Halbzeitpause, wobei Trainer Sascha Widemann zwei Treffern nachtrauerte, die der Unparteiische jedoch wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannte. Zumindest bei einem der Treffer befand sich der Referee nach Ansicht von Widemann auf dem Holzweg. Vielmehr ärgerte den Puchheimer Trainer, dass die Begegnung bei den hochsommerlichen Temperaturen auch noch auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen wurde. Verena Huber erzielte kurz nach dem Wiederanpfiff dann das verdiente 1:1, doch schon wenig später geriet der FCP erneut in Rückstand. Alina Serter sorgte mit ihrem Tor acht Minuten vor dem Ende für eine gerechte Punkteteilung.

Und das, obwohl die Puchheimerinnen ihre Torjägerin Steffi Fiedler zwischen die Pfosten stellen mussten, nachdem beide etatmäßigen Torfrauen ausgefallen waren. „Danach ist sie neben Franzi Hackl die Beste im Tor“, begründet Widemann seine Entscheidung für Fiedler als Torfrau. Am letzten Spieltag empfängt der FCP den Tabellenzweiten vom FC Oberau.

SV 1880 München - SC Unterpfaffenhofen 7:3 (4:2) –Trotz der erneuten Niederlage zeigte sich SCU-Coach Volkmar Zborowski mit dem Spiel zufrieden. „Die ersten 45 Minuten haben meine Mädels gut mitgehalten“, so Zborowski. Im Gegensatz zu den Gastgebern, die munter wechselten, um bei der Hitze Kräfte zu schonen, hatte der SCU keine Auswechselspielerinnen dabei. Selina Bruckner konnte zweimal einen Rückstand ausgleichen, dann aber zog 1880 bis zum Pausenpfiff auf 4:2 davon.

Nach dem Wiederanpfiff kassierten die Upfer Madl zunächst noch das fünfte Gegentor, konnten aber dank eines Eigentors verkürzen. Danach waren die SCU-Frauen mit ihren Kräften am Ende und kassierten noch zwei weitere Treffer. Zum Abschied aus der Bezirksliga gibt es am kommenden Samstag in Unterpfaffenhofen noch einmal ein Landkreis-Derby, wenn der frisch gebackene Meister aus Überacker im Waldstadion gastiert.

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