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Torhüter Michael Beck, hier nur von hinten zu sehen, geriet mit seinem Mitspieler Lokietz aneinander. Die Nerven liegen in Fürstenfeldbruck blank.

Nerven liegen blank

Bruck: Beck und Lokietz gehen aufeinander los

SC Fürstenfeldbruck - Die Nerven beim abstiegsbedrohten SC Fürstenfeldbruck liegen blank. Nach der 0:2 (0:1)-Niederlage gegen die DJK Rosenheim geraten sogar die eigenen Spieler aneinander.

Nach der 0:2 (0:1)-Niederlage gegen die DJK Rosenheim rauschten Torhüter Michael Beck und Stürmer Matthias Lokietz zusammen. Beinahe wären die Fäuste geflogen. Als sich die beiden in die Haare geraten waren, hatten die enttäuschten Anhänger das Stadion bereits verlassen. Mannschaftskameraden mussten die Kampfhähne trennen. Zuvor hatte der Torwart mächtig Dampf abgelassen: „Es kann doch nicht sein, dass wir jede Woche so einen Scheiß spielen.“ Eine völlig andere Wahrnehmung von der Qualität des Brucker Spiels hatte Trainer Roberto Fontana – zumindest was die erste Halbzeit anbelangt: „Da haben wir unser bestes Saisonspiel gezeigt.“

Defensiv klug eingestellt ließen die Brucker den Rosenheimern keinen Raum zur Entfaltung. Lediglich einmal konnten die Favoriten sich gefährlich vor das Brucker Tor spielen, aber Beck war gegen Poschauko zur Stelle. Dass die Brucker trotzdem mit 0:1 in Rückstand lagen, lag an einem Sonntagsschuss von Rosenheims Besten: eben jenem Poschauko. Nach einem geblockten Freistoß haute der Mittelfeldspieler einfach mal drauf, und das Leder segelte aus gut 20 Metern unhaltbar ins Kreuzeck. Sogar Gästetrainer Manfred Burghartswieser würdigte im Gespräch mit Fontana die taktische Leistung des SCF im ersten Durchgang.

Für die nur noch 110 ins Stadion gekommenen Zuschauer war die Partie trotzdem ein purer Langweiler. Das lag einmal mehr daran dass die Brucker absolut nichts aus ihrer Feldüberlegenheit machten. Die SCFAkteure betrieben im Spielaufbau einen Riesenaufwand, der in keinem Verhältnis zum Ertrag stand. Im Stile einer Handballmannschaft spielten die Brucker rund um den Rosenheimer Strafraum herum. Chancen: Null Komma Null. Die einzige Möglichkeit entstand aus einem Zufall heraus, als Hollering unverhofft zu einem Kopfball kam, den ein Rosenheimer in letzter Sekunde von der Linie kratzte. Im zweiten Durchgang leistete sich der ansonsten starke SCF-Verteidiger Serkan Türkcan einen folgenschweren einminütigen Aussetzer.

Quelle: fussball-vorort.de

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