SC Fürstenfeldbruck will von Ex-Coach Geld zurück

Fürstenfeldbruck – Als hätte der Rücktritt von Dirk Teschke als Trainer des SC Fürstenfeldbruck nicht schon genug Staub aufgewirbelt, setzt jetzt noch sein Assistent eins drauf: Das komplette Trainerteam hat monatelang kein Geld bekommen.

Das behauptet jedenfalls der frühere Co-Trainer Arndt Winderl. Der Clou daran: Jetzt fordert der Verein Geld von ihm. Teschkes Co hatte die Brocken bereits Mitte Oktober hingeworfen, sich damals über die Gründe aber größtenteils bedeckt gehalten. Doch nachdem sein ehemaliger Cheftrainer nun ausstehende Gehaltszahlungen beklagt, packt auch der Fitnesscoach aus: „Ich habe von Anfang an kein Geld gesehen. Dabei hatte ich ohnehin nur ein Hungersalär ausgehandelt, das nicht einmal meine Fahrtkosten deckte.“ Erst als er massiven Druck machte, seien Zahlungen geflossen. Sein Abschlussgehalt für den halben Oktober stehe jedoch noch immer aus.

Statt zu zahlen, will der Verein nun Geld von Winderl Grund ist eine 140-Euro-Strafe vom Sportgericht, die dem SCF wegen eines Platzverweises des Co-Trainers aufgebrummt wurde. Die habe Präsident Sigi Müller einfach aufgerechnet. „Da muss ein Verein schon sehr klamm sein, wenn er so etwas macht.“ Die Ex-Trainer sind offenbar nicht die einzigen, die auf Bares warten: „Wenn Teschke sagt, dass er kein Gehalt bekommt, dann ist das nur die Spitze des Eisbergs.“

„Dass die Spieler noch mitziehen, grenzt an ein Wunder.“

Sigi Müller weilt seit dem Trainerwechsel am Montagabend im Urlaub. Stattdessen nahm Ehrenpräsident Albrecht Huber zu den Vorwürfen Stellung. Er räumt ein, dass sich Zahlungen verzögert haben: „Der Verein hatte einige Einnahmen erst später als erwartet bekommen.“ Dass die Verbandsstrafe aufgerechnet wird, hält der früher ebenfalls als sehr impulsiv bekannte Ex-Präsident nicht für anrüchig: „Ich habe meine Strafen auch immer aus der privaten Tasche gezahlt.“

Winderl wirft Müller und Vize Eckard Lutzeier zudem vor, die Kündigung Teschkes forciert zu haben. „Sie haben bereits einmal massiv auf ihn eingewirkt, dass er kündigt.“ Eine Entlassung sollte offenbar aus finanziellen Gründen vermieden werden. „Dass er jetzt hingeworfen hat, ist genau das, was der Verein wollte.“ Die Funktionäre würden Missstimmung in die Mannschaft bringen.

Winderl: „Dass die Spieler noch so mitziehen, grenzt für mich an ein Wunder.“ Huber sieht den Verein unterdessen bald wieder in ruhigerem Fahrwasser. „Finanziell sieht es wieder besser aus. Dass so etwas nicht von heute auf morgen geht, ist aber auch klar.“ Der Ehrenpräsident geht aber davon aus, dass Ende des Monats die meisten noch ausstehenden Zahlungen geleistet werden können. Dann muss Rechenschaft abgelegt werden: Auch ohne Neuwahlen verspricht die demnächst fällige Jahreshauptversammlung eine brisante Sache zu werden.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

FC Aich trennt sich vom Trainer-Urgestein
Nun also doch: Nach der achten Kreisliga-Niederlage in Folge hat der FC Aich die Reißleine gezogen und sich von Trainer Wolfgang Reinhardt getrennt. „Im gegenseitigen …
FC Aich trennt sich vom Trainer-Urgestein
SC Unterpfaffenhofen-Germering behauptet sich im Derby gegen SC Gröbenzell
„Tore entscheiden letztlich Spiele“, meinte Unterpfaffenhofens Trainer Volkmar Zborowski nach dem überraschenden 4:3-Derbysieg seiner Aufsteiger-Mädels über den SC …
SC Unterpfaffenhofen-Germering behauptet sich im Derby gegen SC Gröbenzell
Sieg in Unterzahl: SC Oberweikertshofen III schreitet weiter voran
Die dritte Garde des SC Oberweikertshofen ist die Mannschaft der Stunde: In Hechendorf blieb das Team zum vierten Mal in Folge ungeschlagen – und das nach teils …
Sieg in Unterzahl: SC Oberweikertshofen III schreitet weiter voran
SpVgg Wildenroth II gibt einLebenszeichen von sich - SC Wörthsee dreht Partie
Fünf Kellerkinder aus dem Landkreis waren im Einsatz. Am Ende war Emmering der lachende Fünfte. Der FCE verschaffte sich mit einem Sieg gegen Gröbenzell Luft.
SpVgg Wildenroth II gibt einLebenszeichen von sich - SC Wörthsee dreht Partie

Kommentare