Teils fassungsloser Jubel herrschte bei den Schöngeisingern nach Kilian Probsts 50-Meter-Tor.
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Teils fassungsloser Jubel herrschte bei den Schöngeisingern nach Kilian Probsts 50-Meter-Tor.

Außenseiter Schöngeising schlägt uninspiriert wirkenden Aufstiegskandidaten

50-Meter-Tor entscheidet Derby: Kilian Probst überlistet Landsberieds Keeper

  • VonHans Kürzl
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Mit einem Treffer der Marke „Tor des Monats“ brachte Kilian Probst den SC Schöngeising im Derby gegen Landsberied auf die Siegerstraße.

Schöngeising – Der Ball ist irgendwo im Halbfeld. Zwei Landsberieder haben den deutlich kürzeren Laufweg in Richtung des runden Leders. Dennoch ersprintet Schöngeisings Franco Geissler den Ball. Auch wenn für die Gastgeber in dieser Szene letztendlich nichts Zählbares heraussprang, zeigt sie dennoch den Charakter der Partie. Die in den Zweikämpfen besseren Schöngeisinger hatten sich ihren 2:0 (1:0) Erfolg über den FC Landsberied mehr als verdient. Maximilian Wenghofer in der 38. und Kilian Probst in der 66. Minute erzielten die entscheidenden Tore.

Kilian Probst zieht von der Mittellinie ab: „Er hat es halt probiert und ist belohnt worden“

Besser in den Zweikämpfen packten die in gelben Trikots spielenden Gastgeber vom SC Schöngeising zu. Freilich brauchte es in manchem persönlichen Duell schon schon auch eine große Energieleistung, um sich im A-KlassenDerby mit 2:0 siegreich gegen den Tabellenzweiten vom FC Landsberied durchzusetzen.

Insbesondere Probst hatte dabei ein wahrhaft goldenes Füßchen gezeigt. Er hatte bemerkt, dass sich Landsberieds Keeper Kevin Schneider zu weit aus seinem Kasten gewagt hatte. „Er hat es halt probiert und ist belohnt worden“, kommentierte SCS-Spielertrainer Florian Brandmair den Schuss von der Mittellinie. Natürlich würden die Spieler sehen, was da so als „Tor des Monats“ angeboten werde. Aber besonders geübt werde so etwas nicht, verriet Brandmair. „Wenn so etwas gelingt, ist das eine Mischung aus Glück und Inspiration.“

Von letzterem hatten die als Tabellenzweiter auftretenden Landsberieder relativ wenig mitgebracht. Nur dreimal in den gesamten 90 Minuten forderten sie Schöngeisings Schlussmann Moritz Riedl ernsthaft. Den Rest putzte Schöngeisings Abwehr mit dem Glück des Tüchtigen und vor allem Leidenschaft weg. „Wir waren zu ungefährlich“, stellte denn auch Landsberieds Spielertrainer Wolfgang Reinhardt fest.

Fehlende Spieler will FCL-Trainer nicht als Ausrede gelten lassen

Bis 25 Meter vor dem gegnerischen Tor habe das noch ganz passabel ausgesehen, fand Reinhard. Sonst sah er wenig, was ihm ein lobendes Wort entlocken konnte. Dass ein paar wichtige Spieler fehlten, wollte Reinhardt nicht Entschuldigung gelten lassen. „Was auf dem Platz stand, muss Schöngeising schlagen können. Punkt.“

Trainer-Kollege Brandmair war indes im Tal der Glückseligkeit gelandet. „Heute war der Gegner egal. Wir wollten einfach nach dem letzten Auswärtserfolg noch einen draufsetzen.“ Erheblichen Anteil daran hatte unter anderem Felix Ortwein. Er brachte ein großes Laufpensum in die Partie ein, gepaart mit einem großen Kämpferherz. (Hans Kürzl)

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