Für den SSV Ulm läuft Hofmann bisher in der U19-Bundesliga auf. Sein Ziel für die nächste Saison ist der
 Sprung in den Erwachsenen-Kader.
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Für den SSV Ulm läuft Hofmann bisher in der U19-Bundesliga auf. Sein Ziel für die nächste Saison ist der Sprung in den Erwachsenen-Kader.

Gröbenzeller bleibt in der Bundesliga

Servus, FC Bayern: Ex-Löwen-Kapitän Hofmann jagt den Profi-Traum jetzt in Ulm

  • vonDieter Metzler
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Benjamin Hofmann wechselte früh vom SC Gröbenzell in die Jugend des TSV 1860. Von dort zum FC Bayern. Der Sprung zum Profi soll jetzt in Ulm gelingen.

Gröbenzell – „Von Kindesbeinen an läuft Benjamin hinter jedem Ball her“, erzählt Elisabeth Wirth, die Großmutter des Gröbenzeller Fußballtalents. Inzwischen ist Benjamin Hofmann (19) in der U 19 des SSV Ulm gelandet. Hier spielt er im Jugend-Bundesliga-Team in der Viererkette und will seinem Traum, eines Tages als Bundesliga-Profi Karriere zu machen, näherkommen.

Den heimatlichen Fußballclub SC Gröbenzell hat Benni, wie er von seinen Spezln gerufen wird, schon frühzeitig verlassen, um seinen Lebenstraum zu verwirklichen. „Ich habe schon mit dreieinhalb Jahren immer bei den Älteren mitgespielt“, erinnert sich Benjamin. Sein erster Trainer beim SCG war sein Papa.

Weil die ganze Familie den TSV 1860 München anfeuert, war eigentlich klar, dass der talentierte Nachwuchskicker dort in der Jugend landen würde. Allerdings brauchte er dazu zwei Anläufe. Bei seinem ersten Versuch war er vom Pfeifferschen Drüsenfieber ausgebremst worden. Beim zweiten Vorspielen überzeugte er dann die Münchner Talent-Scouts. Von der U 13 bis zur U 15 wurde Hofmann bei den Münchner Löwen ausgebildet. In seinem letzten Jahr dort führte er das Team sogar als Kapitän aufs Feld. Zu dieser Zeit spielte er auch in der U 15-Auswahl Bayerns und bekam auch eine Einladung zur U 15-Nationalmannschaft.

Benni Hofmann: „Ich wollte es nicht versäumen, einmal im Leben auch für die Bayern zu spielen“

Einen schweren Stand in der Familie hatte er allerdings, als er von der Grünwalder Straße ein paar Straßen weiter in die Säbener Straße zum FC Bayern wechselte. „Ich wollte es nicht versäumen, einmal im Leben auch für die Bayern zu spielen“, erzählt der 19-Jährige. Er hatte sich aber auch geärgert, weil die Löwen-Trainer ihm nach einer Verletzungspause die Kapitänsbinde abgenommen hatten. Bei den Bayern war Hofmann unter Trainer Miroslav Klose erfolgreich und wurde mit der U 17 und U 19 Deutscher Meister. Außerdem kam er zweimal in der UEFA-Youth-League – das Jugend-Pendant zur Champions-League – gegen Tottenham und Roter Stern Belgrad zum Einsatz.

Dennoch kam Hofmann im zweiten Jahr in der U 19 bei den Bayern nicht mehr so zum Einsatz, wie er sich das eigentlich wünschte. Ihm lagen zu diesem Zeitpunkt von mehreren Vereinen Angebote für einen Wechsel vor. Hofmann entscheid sich für den SSV Ulm.

Von Ulm aus ist es nur ein kurzer Weg in die Heimat

„Hier habe ich die Möglichkeit, auf höchstem Niveau in der Bundesliga immer zu spielen. Das ist für mich das wichtigste im letzten Jahr im Jugendbereich“, sagt Hofmann. Doch Ulm bot auch abseits der sportlichen Perspektive einen Vorteil: Es ist nicht so weit von der Gröbenzeller Heimat und Freundin Livia entfernt wie einige der anderen Angebote.

Hofmanns Weg kreuzte sich bisher bereits mehrfach mit einem anderen großen Fußball-Talent aus dem Landkreis: der Brucker Marcel Sieghart, der bei der SpVgg Unterhaching kickt. Sieghart und Hofmann gingen zusammen in die Leistungssportklasse im Theodolinden-Gymnasium in München. Aber auch schon bei 1860 München und bei den Bayern spielten beide in einer Mannschaft zusammen. 2017 wurde Hofmann Deutscher Schulmeister. Im vergangenen Jahr wurde er bei der Abi-Feier dafür zum Ehrenspielführer des Gymnasiums ernannt. Das Theodolinden-Gymnasium ist eine spezielle Schule im Talentförderkonzept des deutschen Fußballs.

„Ich möchte natürlich eines Tages so hochklassig wie möglich spielen“, sagt Benjamin Hofmann, der vom SSV Ulm eine Wohnung, zwei Minuten vom Trainingsgelände entfernt, zur Verfügung gestellt bekommen hat. Der Weg die Karriereleiter hinauf ist weit. Zunächst aber visiert der ehrgeizige Gröbenzeller nun die 3. Liga an.

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