Sie dürfen wieder auflaufen: Die Saison der Fußballfrauen beginnt am Freitagabend mit einem Derby in Aich.
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Sie dürfen wieder auflaufen: Die Saison der Fußballfrauen beginnt am Freitagabend mit einem Derby in Aich.

Derby zum Auftakt

Saisonbeginn nach langer Pause: Die Frauen lassen Corona hinter sich

  • VonDieter Metzler
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Die Frauenfußball-Saison wird eröffnet. Im Landkreis Fürstenfeldbruck macht der FC Aich/FSV Aufkirchen im Derby gegen RW Überacker den Beginn am Freitag.

Landkreis Fürstenfeldbruck – An diesem Wochenende fällt nach langer Coronapause auch bei den Fußballfrauen der Startschuss für eine neue Saison. Eröffnet wird sie bereits am Freitagabend mit einem Derby, wenn die Spielgemeinschaft FC Aich/FSV Aufkirchen die zweite Mannschaft von Rot-Weiß Überacker empfängt (Anstoß 19.30 Uhr). Am Sonntag bestreiten dann die übrigen zum Punktspielbetrieb angemeldeten Mannschaften ihre ersten Wettspiele.

Erstmals sind in der Bezirksliga mit RW Überacker, SC Unterpfaffenhofen und dem FC Puchheim drei Vereine aus dem Landkreis vertreten. Dennoch kommt es am ersten Spieltag noch zu keinem Derby. Überacker tritt in Vierkirchen (16.30 Uhr) an, Unterpfaffenhofen empfängt den SC Pöcking (17 Uhr) und Puchheim den SV 1880 München (17 Uhr). Eingeläutet wird der Sonntag um 15 Uhr mit der einzigen Mannschaft aus dem Landkreis in der Kreisliga, wenn der SC Gröbenzell um 15 Uhr den SV Bad Tölz-Wackersberg empfängt.

Bei Sascha Widemann, Trainer des Bezirksligisten FC Puchheim, spielen die Derbys keine allzu große Rolle. „Das sind Spiele, wie jedes andere auch“, meint er. „Ich muss die Mannschaft nicht extra motivieren. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Den einzigen Vorteil sehe ich darin, dass wir bei den Derbys nicht so weit fahren müssen.“

In der zehnmonatigen Pandemie-Pause habe man vor allem die persönlichen Kontakte auf dem Trainingsplatz vermisst. „Trainingslager und regelmäßige Mannschaftsabende fielen auch flach.“ Aber den Verein habe deswegen keine Spielerin verlassen. Nachdem drei Wochen vor dem Punktspielbeginn immer viele Urlauber unterwegs sind, fand kein Vorbereitungsspiel statt. „Wir werden sehen, wie es anläuft“, meint Widemann, der als Ziel, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu sichern, ausgab.

Im Juli hat der Bezirksoberliga-Absteiger RW Überacker die Vorbereitung aufgenommen. „Wir haben intensiv trainiert und vier Testspiele durchgeführt“, berichtet Trainer Andreas Fasching. Begeistert zeigte er sich von der großen Trainingsbeteiligung. „Beim letzten Freundschaftsspiel hatte ich einen 22 Mädels-Kader zur Verfügung.“

Auch beim BL-Aufsteiger SC Unterpfaffenhofen kam wegen der Urlaubszeit kein Vorbereitungsspiel zustande. „Wir haben zwar viel trainiert“, berichtete der dienstälteste Trainer unter den Frauenteams, Volkmar Zborowski. Er hätte sich aber ab und zu eine stärkere Trainingsbeteiligung gewünscht. „Als Aufsteiger wollen wir uns in der Bezirksliga anständig verkaufen und versuchen, die Klasse zu halten“, gab Zborowski als Saisonziel an.

Die beiden Landkreis-Kontrahenten zählt der SCU-Trainer zu den ersten Aufstiegsaspiranten. Dennoch freut man sich bei den Upfer Madl auf die Derbys. „Die werden es in sich haben“, hofft Zborowski auf viele Zuschauer.

Die SG Aich/Aufkirchen spielt freiwillig weiter in der A-Klasse. Trainer Georg Sigl: „Unser Ziel ist es, ganz vorne mitzuspielen und den Aufstieg sportlich zu packen.“ Sigl lobte vor allem den guten Zusammenhalt in der Spielgemeinschaft.

Wieder zurück im Punktspielbetrieb ist die SpVgg Wildenroth. Gleich zehn Mädels sind von den B-Juniorinnen zum Frauenkader gestoßen, so dass die SpVgg genügend Spielerinnen hat, um in der A-Klasse mitzumischen. Neuer Coach ist Christian Throm. In der A-Klasse treffen sie auch auf die SG Aich/Aufkirchen und auf Überacker II. Dessen Trainer Christian Krawarz hat sich zum Ziel gesetzt, mit seiner Elf aufzusteigen.

Auch beim SV Adelshofen freut man sich mit neuem Trainer Florian Wiedemann auf die Derbys gegen Aich/Aufkirchen und Wildenroth. Mit einer Fitnesstrainerin hat man einmal die Woche online Kraft- und Ausdauertraining während der langen Coronapause gemacht.

„Wir wollen oben mitspielen“, gibt Abteilungsleiterin Sophie Vogt als Saisonziel aus. „Trotz Corona hat von uns keiner den Spaß am Fußball verloren“, sagt Vogt.

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