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Kreative Lösungen haben die U19-Spieler des SV Althegnenberg gefunden, um in der Zeit des Kontaktverbots fit zu bleiben. Yoga-Lehrerin Nicole Wagner hat die steifen Gelenke der Kicker wieder in Schwung gebracht. Die Mannschaft ist dank der Quotientenregel in die Kreisliga aufgestiegen.

Gute Chancen für Wunschligen

Jugend-Teams dürfen sich ihre Liga wahrscheinlich bald selbst aussuchen

  • vonMarkus Eham
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Der Jugendbereich im bayerischen Fußball könnte vor einer Revolution stehen. Eine große Mehrheit hat sich jetzt für das System der Meldeligen ausgesprochen.

Landkreis – Es ist keine gänzlich neue Idee, die der Bayerische Fußball-Verband (BFV) jüngst zur Abstimmung im Kreis Zugspitze vorgelegt hat. Der Kernpunkt: Soll es im Jugendbereich ab der kommenden Saison eine sogenannte Meldeliga geben? „Die Vereine sind mit diesem Anliegen schon länger auf uns zugekommen“, berichtet der Jugendleiter aus dem Kreis Zugspitze, Martin Kölbl.

Mit ein Grund für die jetzt durchgeführte Abstimmung sei sicherlich der coronabedingte Saisonabbruch im Juniorenbereich gewesen. Das offizielle Ergebnis scheint derweil eine klare Sprache zu sprechen. „Von den Vereinen, die sich zur Abstimmung gemeldet haben, waren 91 Prozent für den Vorschlag“, gibt Kölbl zu Protokoll. Rund zwei Drittel aller Vereine im Kreis Zugspitze hätten dabei teilgenommen.

So funktionieren die Meldeligen

Doch was bedeutet der Vorstoß der Meldeliga nun konkret? Grob gesagt haben die Vereine nun in den untersten drei Nachwuchsligen (Kreisliga, Kreisklasse, Gruppe) selbst die Möglichkeit zu bestimmen, in welcher Liga sie in der kommenden Saison antreten wollen. Bei den D-Junioren gibt es überdies noch die A-Klasse. „Wir werden dabei aber die Bewerbung der Vereine prüfen“, sagt Kölbl und fügt an: „Dabei prüfen wir, was sie in den vergangenen zwei Jahren geleistet haben.“

Die Gründe für dieses Modell liegen für den Kreisjugendspielleiter auf der Hand. „Bisher konnte ein guter Jahrgang eines Vereins, wenn er in die nächsthöhere Altersklasse aufgestiegen ist, seinen sportlichen Aufstieg nicht mitnehmen“, erklärt er. „Sie befinden sich dann nicht in der Liga, die sie sich erspielt haben.“ Das bedeutet: Wenn beispielsweise die C-Junioren eines bestimmten Klubs den Aufstieg in die Kreisliga vollbracht haben, dann aber aus Altersgründen zu den B-Junioren aufrücken, mussten sie sich bislang wieder in der Liga einfinden, in der der Vorgänger-Jahrgang gewirkt hat. Unter Umständen dann wieder die Gruppe. Das soll nun durch das Modell der Meldeliga verhindert werden. „Letztlich werden wir den Vereinen die Meldung für gewisse Ligen nicht verwehren können“, stellt Kölbl klar.

Klubs sollen verantwortungsvoll mit den Meldeligen umgehen

Die Klubs hätten dadurch künftig auch deutlich mehr Verantwortung. Unterdessen sind die Erfahrungen mit diesem Modell durchaus positiv. „Im Kreis Donau/Isar haben sie das schon seit drei Jahren“, berichtet Kölbl. Dort hätte es sich das Prozedere durchaus bewährt. „Ich hoffe, dass die Vereine dadurch zufrieden sind“, betont der Jugendleiter. „Auch wenn es für mich deutlich mehr Arbeit bedeutet.“

Normalität kehrt auch am DFB-Stützpunkt beim SC Fürstenfeldbruck ein. Drei Spieler von dort haben jetzt den Sprung in ein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) geschafft (v.l.): Tamay Dügdü, Nils Möller und Julius Schill.

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