Und Abflug: Ein Weßlinger segelte spektakulär durch die Luft, als er in der 33. Minute von Tim Greiner (rechts) gefoult wurde. Der Geiselbullacher sah dafür seine zweite Gelbe Karte. Zu Unrecht, wie sein Trainer Stefan Held fand: „Das war ein Allerwelts-Foul, wie es im Spiel 20 Mal passiert.“
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Und Abflug: Ein Weßlinger segelte spektakulär durch die Luft, als er in der 33. Minute von Tim Greiner (rechts) gefoult wurde. Der Geiselbullacher sah dafür seine zweite Gelbe Karte. Zu Unrecht, wie sein Trainer Stefan Held fand: „Das war ein Allerwelts-Foul, wie es im Spiel 20 Mal passiert.“

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Erster Punkt für Liga-Schlusslicht West - Geiselbullach gelingt dezimiert nur ein Remis

  • VonStephanie Hartl
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Einen durchwachsenen Spieltag lieferten die Kreisklassen-Mannschaften aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.

Landkreis – Die Tabellenspitze bleibt fest in der Hand der Geiselbullacher – obwohl es gegen Weßling nur zum Remis reichte. Für die große Überraschung sorgte der TSV West, der mit dem 2:2 gegen den Zweiten den ersten Punkt in dieser Saison holte.

TSV Oberalting - SV Germering 3:0 (3:0)

Nichts zu holen gab es für die Gäste beim Tabellenvierten. Bereits nach knapp 30 Sekunden markierten die Hausherren den Führungstreffer. Noch vor der Pause folgten die Tore zwei und drei der Oberaltinger. „Die erste Halbzeit waren wir richtig schlecht, in der zweiten waren wir 100 Prozent besser, damit konnte man schon zufrieden sein“, so SVG-Vorstand Fabian Ophoven. Mehr war jedoch nicht mehr drin an diesem Tag, die Niederlage war längst besiegelt. Kommende Woche trifft die Mannschaft von Coach Philipp Schlederer auf Inning. „Da rechnen wir uns schon was aus“, so Ophoven: „Hoffentlich ohne blödes Gegentor gleich am Anfang.“

SC Olching II - SC Gröbenzell 0:3 (0:2)

Der Elfmeter-Fluch ist besiegt: nach drei vergebenen Strafstößen aus den vorigen Spielen hat das SCG-Team von Coach Peter Krems diesmal den Elfer verwandelt. „Jeder hat gezittert, bis hin zu den Zuschauern, aber das war dann der Knotenlöser“, so Krems. Tobias Wiesmayr war angetreten und der netzte souverän zum 1:0 ein (28.). Kurz vor der Pause traf dann noch Michael Zimmermann (46.) und in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit erhöhte Vincent Maus zum 3:0-Endstand (93.). Krems war sehr beeindruckt: „Das hat mich sehr stolz gemacht, wie die Jungs sich reingehauen haben. So kämpferisch hab ich sie noch nicht gesehen. Jetzt sind wir wieder in der Spur.“ Sein Gegenüber auf der Olchinger Seite, Alexander Englisch, meinte: „Wir sind nicht auf die Beine gekommen und haben mit den Schiri-Pfiffen gehadert.“ Mit dem ersten Gegentreffer war es dann vorbei gewesen für die Olchinger.

TSV Geiselbullach - SC Weßling 1:1 (1:0)

Der Tabellenführer hatte sich einiges ausgerechnet gegen den Tabellendritten. Am Ende musste Coach Stefan Held jedoch froh über das Remis sein. Dabei waren die Gastgeber nach dem Treffer per Elfmeter von Michael Scharpf in Führung gegangen (17.). Kurz darauf jedoch kassierte Tim Greiner die zweite Verwarnung des Unparteiischen und musste mit Gelb-Rot vom Platz (33.). „Das war ein Allerwelts-Foul, wie es im Spiel 20 Mal passiert“, schimpfte Trainer Held: „Das hätte man nie und nimmer geben müssen.“ Besonders ärgerlich für den Coach, da sein Spieler „keiner ist, der harte Fouls begeht.“ Für den 25-jährigen Greiner war es der erste Platzverweis überhaupt. Somit musste Geiselbullach in Unterzahl agieren und kassierte prompt den Ausgleich (67.). Das Remis konnte man aber verwalten. Held: „Mit dem Punkt können wir leben und wir haben Weßling auf Distanz gehalten.“ Zudem patzte Mitkonkurrent und ärgster Verfolger Gilching noch beim TSV West und holte nur einen Punkt ab.

VfL Egenburg - FC Emmering 1:1 (1:0)

Am Ende war das Unentschieden nicht ungerecht. So bezeichnete es auch Emmerings Trainer Daniel Stapfer. In einer ausgeglichenen Partie hatten die Gäste aus Emmering in der ersten Halbzeit „mehr Spielanteile“. Doch das Tor ging auf das Konto der Hausherren. Erst in der 88. Minute gelang Fabian Trinkl der Ausgleich zum 1:1. In der Nachspielzeit hatten beide Teams noch sehr gute Chancen, doch die beiden Keeper vereitelten den Schuss, der das Spiel noch in die eine oder andere Richtung hätte drehen können. „Es war eine ausgeglichene, aber sehr intensive Partie“, so Stapfer.

TSV Fürstenfeldbruck West - TSV Gilching II 2:2 (1:0)

Es läuft wieder besser für die zuletzt nicht gerade erfolgsverwöhnten Westler. Zuhaus erspielte sich das bis dato sieglose Tabellenschlusslicht gegen den Tabellenzweiten aus Gilching ein 2:2-Unentschieden. Doch das Team von Trainer Peter Gschwandtner und die Anhängerschar musste bis zuletzt zittern. Erst dann sorgte Konrad Belka mit seinem Treffer für den Ausgleich zum 2:2. „Es war keine Glanzleistung, aber mit Kampf und Kraft haben wir das geschafft. Die Mannschaft kann sehr stolz sein“, so Gschwandtner weiter. Langsam lichtet sich bei West das Lazarett, die Verletzten kehren zurück und auch die Urlauber trudeln wieder ein im Team. Ein Lichtblick also für die Mannschaft, die derzeit noch die Rote Laterne innehat – zwar punktgleich mit dem SV Germering, aber mit dem wesentlich schlechteren Torverhältnis. Gegen Gilching startete West sogar mit dem Führungstreffer, den Muzzi Gür kurz vor der Pause noch erzielt hatte (45.). Kurz nach dem Wiederanpfiff glichen die Gäste aus dem Starnberger Landkreis aus, legten dann 2:1 vor (84.), ehe Belka sein Team erlöste.

SV Inning - FC Puchheim 2:1 (2:0)

Es war diese eine Minute kurz vor der Pause, die das Spiel der Puchheimer komplett auf den Kopf stellte. „Da haben wir innerhalb einer Minute zweimal extrem geschlafen“, so Coach Michael Liebl. Und diese beiden Fehler nutzten die Hausherren aus Inning eiskalt aus und gingen mit einer 2:0-Führung in die Pause. „Die erste Halbzeit war richtig schlecht, wir haben den Ball überhaupt nicht laufen lassen“, so Liebl. Nach einer Umstellung lief es in Hälfte zwei zwar besser, aber es sollte am Ende nicht reichen. „Wir haben noch mal alles probiert“, so der Trainer. Von Erfolg gekrönt war der Schuss von Michael beck zum 1:2-Anschlusstreffer (79.). Doch das war es dann auch schon. Liebl: „Heute waren wir einfach nicht gut genug.“ (Stephanie Hartl)

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