Verbissen geführte Zweikämpfe gehören zu einem Derby dazu.
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Verbissen geführte Zweikämpfe gehören zu einem Derby dazu.

Kreisklassen-Derby

Olching verliert trotz Landesliga-Verstärkung - Geiselbullach muss aber zittern

  • VonHans Kürzl
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Der TSV Geiselbullach hat sich im Kreisklassenderby gegen die zweite Auswahl des SC Olching durchgesetzt. Der TSV ging mit 2:1 als Sieger vom Platz.

Olching – Zwei Erkenntnisse brachte das vor Olchinger Kreisklassenderby. Dem mit 2:1 (1:0) siegreichen TSV Geiselbullach, dass man in der einen oder anderen Euphoriephase cooler bleiben muss. Der unterlegenen Zweitvertretung des SC Olching, dass Spieler aus der ersten Garnitur nicht immer die erhoffte Verstärkung sind. Vor 250 Zuschauern hatten Florian Döhler nach einer knappen halben Stunde und Michael Falsner kurz vor Schluss für den TSV getroffen. Benedikt Wiegert war in der 49. Minute zum Ausgleich des SCO erfolgreich. 60 Sekunden zuvor hatte Teamkollege Moritz Vollmer die Gelb-Rote Karte erhalten.

Geiselbullachs Spielertrainer Stefan Held bemängelte, dass man sich in Überzahl so schnell einen Treffer eingefangen hatte. Einen ersten Ansatz von Ursachenforschung lieferte Held gleich nach dem Schlusspfiff: „Du bekommst einen Vorteil, eine gewisse Euphorie und wirst für ein paar Sekunden unkonzentriert. Daran müssen wir arbeiten.“

In der Folge lief bei Geiselbullach nicht mehr viel zusammen. Die anfängliche Überlegenheit war verflogen. Noch in Durchgang eins hatten sie dem Lokalrivalen vom Amperstadion gezeigt, wer Herr im Haus war: Energischer, zielstrebiger und vor allem schneller in der Partie. „So sollte es sein. Aber nach dem Wechsel war es nicht mehr schön“, so Held.

Sein Olchinger Gegenüber Alexander Englisch haderte derweil mit einem nicht gegebenen Elfmeter kurz vor dem 1:2 und mit der ersten Halbzeit. „Da waren wir nicht präsent.“ Das habe sich nach der Gelb-Roten Karte, die er als zu hart empfand, geändert. „Die Reaktion in Unterzahl war gut“, sagt Englisch. Man habe sich gut ins Spiel gebissen.

Ein wenig mehr Wirkung hätte sich Englisch von demQuartett erwartet, das eigentlich Teil des Landesliga-Kaders ist: Marco Ecker, Lordan Handanovic, Vollmer und trotz seines Treffers auch Wiegert. Grundsätzlich funktioniere der Austausch mit der Ersten gut, berichtet Englisch. „Aber im Derby hätte ich mir den einen oder anderen Schritt mehr erwartet.“

Nur zweimal ließ zum Beispiel der 19-jährige Handanovic sein Können und großes Talent aufblitzen, fand aber in Geiselbullachs ebenfalls landesligaerfahrenen Keeper Held seinen Meister – einmal, als der Olchinger Stürmer frei auf ihn zulief. Letztendlich half Held so, seinen Farben den Sieg zu retten. „Glanzvoll war’s nicht“, räumte er ein. Aber solche Siege müsse es wohl im Verlauf einer Saison auch geben. „Geht nicht immer mit Glanz“, sagte Held. Olchings Coach Englisch sprach derweil nach zwei Niederlagen aus den ersten drei Spielen davon, „dass das durchaus ein Fehlstart ist“.

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