Nicht zu bremsen war der SC Olchings (in blau).
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Nicht zu bremsen war der SC Olchings (in blau).

20-minütige Unterbrechung wegen schwerer Verletzung

Vrenezi-Dreierpack beschert Olching gegen Bad Heilbrunn den ersten Saisonsieg

  • VonHans Kürzl
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Mit 4:1 (3:0) gegen den SV Bad Heilbrunn hat der SC Olching den ersten Sieg in dieser Landesliga-Saison geholt. Spieler des Tages war Meriton Vrenezi.

Olching – Dreimal war Meriton Vrenezi in der ersten Hälfte erfolgreich, mit dem Schlusspfiff stellte Lordan Handanovic den Endstand her. Für den Ehrentreffer der Gäste sorgte Maximilian Specker. Den Kontakt gesucht, den Elfmeter gewollt – das sagt man cleveren Fußballern nach. Dominik Dierich darf man mit seinen 36 Jahren durchaus in diese Kategorie setzen. Er hat um 2005 beim SC Fürstenfeldbruck gespielt, als der sogar noch im bayerischen Amateurfußball zu den großen Nummern zählte und die eingleisige Bayernliga viertklassig war. Die beiden Olchinger Torschützen des Spieltages hatten zu jener Zeit noch nicht einmal die Schulbank gedrückt.

Doch nun bereitete Routinier Dierich dem Youngster Vrenezi gewissermaßen den Weg zu einem seiner Treffer. „Man muss in einen Zweikampf auch erst einmal kommen wollen“, beschrieb Trainer Martin Buch jene Situation, an deren Ende eine Attacke des Bad Heilbrunners Florian Kapfhammer mit anschließendem Elfmeterpfff stand. „Dann gibt es halt mal einen Strafstoß“, schloss Buch die Bewertung des 2:0 ab. Letztendlich sei der Sieg eine Frage des stärkeren Willens und des energischeren Wollens gewesen. „Diesmal waren wir die Konsequenten“, lobte Buch ausdrücklich, dass das Team aus dem Nördlingenspiel gelernt habe. Da hatte der Gegner sehr effektiv getroffen.

Die Olchinger Konsequenz durfte aber insofern überraschen, als Buch eine Jungspundtruppe hatte auf’s Feld schicken musste. Fünf Kicker der Startformation sind erst in diesem Jahrtausend geboren. Der SCO aber überrumpelte den Gegner mit einem Blitzstart: 1:0 nach zwei Minuten. Die Führung zur Pause war mehr als verdient.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Gäste dann deutlich weniger Neigung, sich noch einmal überraschen zu lassen. Es gab Phasen, da schien mehr als nur der eine Gästetreffer möglich. Auch da sah Buch trotzdem Positives: „Wir haben hier und da gewackelt. Aber wir wollten da hindurch, das unbedingt überstehen.“

Freilich hatten auch die Gäste große Moral bewiesen. Vor allem, nachdem sich Thomas Schmöller nach 25 Minuten die Schulter ausgekugelt hatte und ein Krankenwagen gerufen werden musste. Es folgte eine rund 20-minütige Unterbrechung. Die Sorgen der Bad Heilbrunner Fans hatte Olchings umsichtiger Stadionsprecher Wolfgang Lachermeier schnell zerstreuen können. „Er ist bei Bewusstsein“, so die Erstmeldung, wohl in Erinnerung an den Dänen Eriksen. Dann folgte schnell die Information über die tatsächliche Verletzung.

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