Lange war es zum Verzweifeln: Hier lässt Benedikt Wiegert (in Weiß) eine Chance liegen. Der entscheidende Siegtreffer für die Olchinger fiel erst in der letzten Minute.
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Lange war es zum Verzweifeln: Hier lässt Benedikt Wiegert (in Weiß) eine Chance liegen. Der entscheidende Siegtreffer für die Olchinger fiel erst in der letzten Minute.

Zwei kuriose Eckbälle bringen Olching einen wichtigen Sieg über Durach

SC Olching: Edeljoker Sebastian Heiß sticht nach seiner Einwechslung

  • VonHans Kürzl
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Mit einem 3:2-Sieg in letzter Sekunde über den VfB Durach hat der SC Olching einen großen Satz in der Tabelle in der Landesliga gemacht.

Olching – Letzte Flanke, ein allerletzter Eckball in der Nachspielzeit. Der kleine Funken Hoffnung für jedes Team – er erfüllte sich für den SC Olching. Wie Joker Sebastian Heiß den Ball zum 3:2 ins Netz des VfB Durach mogelte, wusste er selber nicht. Auch Olchings Stadionsprecher Wolfgang Lachermeier blieb in der Euphorie des Augenblicks locker: „Ich hab’s nicht gesehen wer’s war, egal.“

Ein Spruch, den Lachermeier ähnlich bereits nach einer halben Stunde ansetzte. „Im Zweifelsfall war’s der, der die Ecke geschossen hat.“ Gleicher Standard, gleich wichtig. Denn mit den Eigentor von Lukas Kohler hatte der SC Olching die Gästeführung von Niklas Eggensperger in der 14. Minute ausgeglichen.

Co-Trainer Bernhard Dehmel springt für kranken Chef ein

Der Führung des VfB war nicht unverdient. Der Tabellenzwölfte wirkte im ersten Drittel des Spiels pfiffiger, in den Zweikämpfen entschlossener. Was sich dann mit dem Ausgleich zwar nicht völlig drehte, aber das 1:1 tat den Gastgebern gut. Die wurden übrigens gegen Durach von Co-Trainer Bernhard Dehmel gecoacht, weil Chef-Coach Martin Buch krankheitsbedingt Fußball nur per Livestream auf der Couch erleben konnte.

Dehmel hatte nach einer guten Viertelstunde des zweiten Durchgangs Anlass, sein Team aus der Komfortzone zu holen, in die sich irgendwie auch die Partie insgesamt zurückgezogen hatte. „Wir brauchen wieder mehr, wir machen wieder mehr.“ Dehmel sah an der Seitenlinie aus, als wollte er selbst auf den Platz und vorangehen – so wie vor noch nicht allzu langer Zeit als Spieler und Kapitän.

Edeljoker Sebastian Heiß trifft und bereitet vor

Doch auch als Trainer traf er die richtige Entscheidung. Mit der Hereinnahme des Ex-Mammendorfers Sebastian Heiß bewies er ein glückliches Händchen. Denn der legte dem anderen Neuzugang, Marcel Sieghart aus Unterhaching, zum zwischenzeitlichen 2:1 in der 72. Minute auf. Die Freude über Siegharts dritten Saisontrefferhielt aber nur zwei Minuten, weil die SCO-Abwehr für einige Sekunden nicht wach war und Kohler gewähren ließ.

In der Folge ging der Spielfluss verloren, beide Teams agierten rabiater. Olchings Kapitän Paul Niehaus stieg robust ein und sah gelb, Durachs Manuel Methfessel flog mit Rot vom Platz. Das Remis rückte immer näher. Bis zu jenem Eckball, der die Bank des SC Olching explodieren und Buch auf der heimischen Couch entspannen ließ. (Hans Kürzl)

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