Gegen Garmisch begibt sich der SCO leistungsmäßig auf Talfahrt

- 1:3-Pleite - Spielmacher Peter Held fehlt an allen Ecken und Enden

VON FLORIAN BOGNER Olching - Das hatte sich der SCO sicherlich anders vorgestellt: Mit einem Sieg wäre man an die Gäste aus dem Werdenfelser Land bis auf Tuchfühlung herangekommen, doch so wie sich die SCO-Kicker am Samstag präsentierten, befindet man sich erst einmal auf Talfahrt. Trainer Miefanger, der seiner Mannschaft zur Halbzeit noch zumindest eine "halbwegs akzeptable Leistung in einem Spiel auf hohem Niveau" attestierte, war nach dem Schlusspfiff restlos bedient und zu keiner Stellungnahme mehr bereit.

Dabei begann es für den SCO gar nicht schlecht: Die Miefanger-Truppe wusste zunächst vor allem über links zu überzeugen, wo Martin Schanda zielstrebige Flankenläufe startete. Eine seiner gefährlichen Flanken fand in der 15. Minute Markus Schad am Fünfmeterraum, der mit einer geschickten Drehung seinen Gegenspieler aussteigen ließ, jedoch seinen Schuss genau auf die Füße von Torwart Schmölzl ansetzte - die bis dato beste Chance.

Dass es die einzige hochkarätige Tormöglichkeit auf Olchinger Seite bleiben sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen. Von nun an machte Garmisch gehörig Druck. Während die Gäste immer zielstrebig und technisch sicher ihr Spiel aufziehen konnten, wurden bei den Olchingern die Bälle früh im Mittelfeld verloren. Nach einem Ballverlust von SCO-Libero Guido Ziegler, reichte ein kluger Pass von Christoph Saller in die Nahtstelle der Abwehr, und Sven Rupp lief alleine auf das SCO-Tor zu. Gegen dessen platzierten Schuss hatte Walkowiak dann keine Chance.

Während sich die Gäste nach der Pause weitere dicke Torchancen erarbeiteten, fanden die mutlosen Olchinger einfach kein Mittel gegen den Gegner. Spielmacher Peter Held, der sich im letzten Heimspiel einen Bänderriss zugezogen hatte, fehlte an allen Ecken und Enden. Aus dem Nichts hatte dann der ansonsten blasse Matthias Straßl seinen Auftritt: Am Sechzehner-Eck sah er sich mehreren Gegenspielern gegenüber, was ihn aber nicht daran hinderte, aus der eigentlich aussichtslosen Situation den Ball raffiniert in den langen Torwinkel zu schlenzen - der unverdiente Ausgleich war da.

Die Gäste brachte dies nicht aus dem Tritt: Nur vier Minuten später fiel Franz Benkert nach einer Standardsituation der Ball im Strafraum vor die Füße, eine kluge Rücklage auf Kleiner und der Ball zappelte im Netz. Marc Dannemann markierte erhöhte schließlich noch auf 3:1.

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