Gerechtes Unentschieden nach mäßiger Partie

- Hasanovic spitzelt SCF aus der sportlichen Krise

VON ANDREAS DASCHNER Fürstenfeldbruck - Der SC Fürstenfeldbruck hat den Sturz in die sportliche Krise vorerst verhindert. Gegen biedere Gäste vom Würzburger FV erreichte die Elf von Peter Gebele gestern Abend mit einem 1:1 (0:1) zumindest einen Teilerfolg. Spielerisch liegt jedoch noch Einiges im Argen.

Wie schon vor dem Spiel in Memmingen vor Wochenfrist gab es auch diesmal personelle Überraschungen in der Brucker Startformation. Aufgrund der Ausfälle von Obermeier und Koloseike, sowie dem Formtief der Angreifer Marcetic und Hönisch fanden sich erneut Carsten Henrich und erstmals nach langer Verletzungspause auch Torjäger Andi Felsner wieder im Team. Trotzdem konnte die Gebele-Elf nicht verhindern, dass die Gäste aus Würzburg den ersten Paukenschlag schlugen.

Kapitän Jochen Schinagel setzte sich nach gerade einmal vier Minuten auf der linken Seite gegen Sebastian Fischhaber durch. Da auch der Rest der Brucker Deckung noch völlig indisponiert wirkte, konnte Björn Auer bei der folgenden Flanke unbedrängt zum Kopfball hochsteigen und problemlos zur 1:0-Führung einnetzen.

Der SCF war von dem frühen Rückstand sichtlich geschockt. Da auch die Würzburger im weiteren Verlauf übernervös wirkten, entwickelte sich ein Spiel auf eher schwachem Niveau. Die Hausherren waren es schließlich, die zuerst wieder zu ihrem Spiel fanden. Zunächst flog das Leder bei Admir Hasanovic` Kopfballversuch drei Meter am Kasten vorbei (20.). Dann scheiterten Thomas Holz mit einem 18-Meter-Knaller und Andi Felsner mit einem Kopfball in Richtung Kreuzeck am glänzend aufgelegten Gäste-Keeper Röser. So blieb es bis zur Halbzeit beim knappen 0:1-Rückstand.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte: mit dem Würzburger FV im Rückwärtsgang. Das konnte der SCF in der 53. Minute zum ersten Treffer seit 233 Pflichtspielminuten nutzen. Und es war ein ganz schön kurioses Ding, dass sich die Gäste da fingen. Admir Hasanovic wurde im Sechzehner von seinem Gegenspieler Christian Salwiczek zu Fall gebracht. Alle Spieler wandten sich daraufhin dem Schiedsrichter Michael Emmer in Erwartung des Elferpfiffes zu. Der ließ das Spiel jedoch gegen die Erwartung aller weiterlaufen, so dass der geistesgegenwärtige Hasanovic im Fallen das Leder am verdutzten WFV-Keeper vorbei in die Maschen spitzeln konnte.

Auch in der Folge blieb der SCF am Drücker, konnte sich gegen die dann besser gestaffelte Würzburger Abwehr zunächst aber keine Chancen mehr erarbeiten. Erst Mitte der zweiten Halbzeit versuchten auch die Gäste, wieder etwas zum Spiel beizutragen. Ihre Versuche, sich aus der Brucker Umklammerung zu befreien, blieben jedoch größtenteils Stückwerk, so dass der trotz Verletzung souverän aufspielende Carsten Henrich keine Probleme hatte, sich und seine Abwehrkollegen auf die durchschaubaren Angriffe einzustellen.

Fast hätten Branko Marcetic mit einer Grätsche am Fünf-Meterraum und Steffen Vogel mit einem 25-Meter-Hammer noch den Siegtreffer erzielt. Beide Male ging das Leder jedoch knapp am Würzburger Kasten vorbei, so dass es letztlich beim 1:1-Unentschieden blieb.

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