Ein Glücksgriff für das Happy End

- Fürstenfeldbruck - Die Pflicht erfüllt, mehr aber nicht. Mit einem 3:0-Heimsieg über die Absteiger aus Neuburg entledigte sich die zweite Formation des SC Fürstenfeldbruck ohne fremde Schützenhilfe aller noch theoretischen Sorgen um den Klassenerhalt.

"Ich bin zwar eigentlich ein Freund von schönem Fußball, aber wenn wir grottenschlecht spielen und am Ende gewinnen, ist mir das diesmal völlig wurscht", hatte Trainer Udo Schunn seine Elf vor der Partie gegen den Tabellenletzten vom VfR Neuburg wissen lassen. Ganz so miserabel war es dann zwar nicht, was die zweite Formation des SC Fürstenfeldbruck im heimischen Klosterstadion bot, eine Glanzleistung lieferten sie aber auch nicht ab. Doch wichtig war für die SCF-Fohlen an diesem letzten Spieltag ihrer ersten Bezirksoberliga-Saison in der Tat nur eines: das Ergebnis.

Lange allerdings taten sich die Platzherren, bei denen erneut der Bayernliga-erprobte Torwarttrainer Franz Taferner zwischen den Pfosten stand, sehr schwer. Zwar hatten sie Spiel und Gegner jederzeit im Griff, der so wichtige Führungstreffer aber wollte ihnen einfach nicht gelingen. Chancen dazu gab es zwar, doch entweder vergaben die Brucker sie oder die Abseitsfalle des insgesamt äußerst harmlos agierenden Absteigers aus Neuburg schnappte zu.

Zur Pause wurde Udo Schunn, der noch nach Spielschluss merklich heiser war, daher etwas lauter. Mit Erfolg. Denn in Durchgang zwei setzten seine Schützlinge das um, was ihr Trainer von ihnen gefordert hatte. Sie spielten die Bälle schnell in die Tiefe und knackten so die Neuburger Abseitsfalle. Vorerst allerdings sprang auch dabei nichts Zählbares heraus.
Doch dann bewies Schunn einmal mehr ein glückliches Händchen. Er brachte Rahim Affo für Patrick Motzkau.

Und der Jungspund mit Zé-Roberto-Frisur nutzte gleich seinen ersten Ballkontakt dazu, die Kugel zum erlösenden 1:0 in die Maschen zu setzen (60.). Ein Tor, das wie ein Befreiungsschlag wirkte und zugleich auch den Widerstand der Gäste brach. Erst einmal in Führung ließ die endgültige Entscheidung zugunsten der Hausherren daher nicht lange auf sich warten. Zunächst schloss Christoph Ullmann einen Konter erfolgreich ab (67.). Dann schob der ebenfalls eingewechselte David Reinisch einen Ullmann-Pass ins leere VfR-Tor und stellte damit den am Ende dann doch recht deutlichen 3:0-Endstand her (73.).

Alles Schielen auf die Ergebnisse aus den anderen Stadien war damit überflüssig geworden. Der SCF hatte die Klasse aus eigener Kraft gehalten. Und nicht nur das. Letztlich beendete er die Saison sogar als Achter und damit auf dem von Udo Schunn angestrebten einstelligen Tabellenplatz.

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