Die Glückssträhne ist gerissen

- Fürstenfeldbruck - Die Serie ist dahin. Am Samstag verlor der SC Fürstenfeldbruck nach zuletzt zehn Bayernliga-Spielen ohne Niederlage erstmals wieder. Besonders bitter: Anders als noch vor Wochenfrist gegen Regensburg, wo die Aufsteiger als schlechteres Team einen Punkt erkämpften, waren die Brucker diesmal ihren Kontrahenten von der SpVgg Greuther Fürth überlegen. Allerdings fielen die Kreisstädter in alte Zeiten zurück und konnten beim unglücklichen 0:1 selbst beste Chancen nicht verwerten.

Trainer Peter Gebele hatte seine Ankündigung wahr gemacht und die Elf auf drei Positionen umgestellt, um müden Stammspielern eine Pause zu gönnen. So standen für Andi Felsner, Steffen Vogel und Martin Woytalla diesmal David Reinisch, Michael Schrodi und Heinz Sichort in der Anfangsformation. Außerdem konnte auch der angeschlagene Carsten Henrich zu Beginn auflaufen.

Die Umstellungen zeigten gleich Wirkung. Der SCF fand schneller ins Spiel als der Gegner und erarbeitete sich auch die ersten Chancen. Bereits nach zwölf Minuten hätte Kapitän Christian Obermeier das 1:0 besorgen müssen. Sein Kopfball nach einer Flanke von Schrodi landete aber genau in den Armen von Gästekeeper Stephan Laboué. Der dritte Keeper des Lizenzspielerkaders war auch sechs Minuten später Endstation, als Admir Hasanovic einen Kopfball nicht genau platzieren konnte. Dazwischen gab Fürths Goalgetter Stefan Reisinger das einzige nennenswerte Lebenszeichen der Gäste in der ersten Halbzeit von sich, setzte seinen Schuss nach einem Solo aber weit neben das Tor.

In der Folgezeit bekamen die rund 300 Zuschauer eine kämpferisch hochwertige Bayernliga-Partie zu sehen. Torchancen blieben auf dem vom Dauerregen tiefen Geläuf aber absolute Mangelware. So dauerte es bis wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff, als erneut Obermeier eine "Hundertprozentige" auf dem Schlappen hatte. Seinen Schuss aus halblinker Position hatte den Fürther Torsteher bereits passiert, doch auf der Linie konnte Raschid El-Hammouchi für seinen geschlagenen Keeper in letzter Sekunde klären.

Auch nach dem Wiederanpfiff blieben die Brucker spielbestimmend. Die wohl größte Chance hatte Heinz Sichort. Im Liegen brachte er den Ball aus gut sieben Metern aufs Tor, scheiterte aber erneut am glänzend aufgelegten Laboué. Und auch Obermeier war an diesem Nachmittag kein Glück beschert. Zuerst setzte er einen Schuss aus sieben Metern über den Kasten, dann verpasste er das Leder nach einem Fehler in der Fürther Deckung um wenige Zentimeter.

Getreu der alten Sportlerweisheit von den Toren, die man hinten kassiert, wenn man sie vorne nicht macht, kam es dann, wie es kommen musste. Wieder war es Reisinger, der die einzige nennenswerte Szene der SpVgg in der zweiten Halbzeit hatte. Nach einem Stellungsfehler von Daniel Brode zog der Goalgetter auf und davon, umspielte SCF-Keeper Daniel Weber und konnte von David Reinisch nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Der Gefoulte trat zum fälligen Strafstoß selbst an und verwandelte sicher.

Zehn Minuten vor dem Ende bot sich den Bruckern die Chance, die Niederlage noch einmal abzuwenden. Florian Hönisch wurde ebenfalls im Strafraum umgesenst, und auch hier entschied der gute Schiedsrichter Michael Tippelt auf Strafstoß. Ironie des Schicksals: der sicherste SCF-Schütze, Carsten Henrich, war wenige Minuten zuvor ausgerechnet gegen Hönisch ausgetauscht worden. Also trat SCF-Keeper Daniel Weber an, der in der Vorsaison schon als sicherer Elfmeterschütze glänzte. Und auch diesmal schoss er gut - zu gut. Der Ball landete am linken Pfosten, von wo aus er aus dem Tor sprang.

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