G'mahde Wiesn in Weiden: SCF grast drei Punkte ab

- Fürstenfeldbruck - Und wieder ein Sieg für den Klassen-Neuling vom SC Fürstenfeldbruck gegen ein seit Jahren etabliertes Bayernliga-Team: Mit 1:2 schwamm der eigentlich heimstarken SpVgg Weiden im eigenen Stadion am Wasserwerk gegen das Überraschungs-Team von Trainer Peter Gebele die Felle weg. Keine berauschende Partie zwar, doch in der kämpferisch starken ersten Halbzeit erzwangen die Brucker ihr Glück und konnten in der eher von Krampf geprägten zweiten Halbzeit den Vorsprung über die Zeit bringen.

Dabei vergab der SCF allerdings einige Konterchancen. Die Gäste konnten froh sein, dass die Hausherren in der einzig überzeugenden Phase - der ersten Viertelstunde - ihre zwei glasklaren Möglichkeiten ausgelassen haben. Besonders der Kopfball von Andrej Koprjna aus vier Metern hätte im Netz zappeln müssen. Doch die unglaublich schnelle Reaktion von Brucks Keeper Daniel Weber entschärfte den Ball. Dem Anfangssturm der Weidener folgte bereits schnell Resignation: Die Gebele-Elf zog ihr Pressing auf, störte früh in der gegnerischen Hälfte und ließ die unter Druck geratene Spielvereinigung ihre Fehlerchen machen.

Und die nutzte der SCF gnadenlos: Den Schuss von Andreas Felsner konnte Keeper Peter Romeis klären, doch Libero Gustav Ondrejcik schoss den Ball an seinem schwarzen Tag nicht aus dem Strafraum weg. Admir Hasanovic blockte ab und produzierte damit die Vorlage für Michael Schrodi. Frei von Romeis schob Schrodi ins linke lange Eck zum 1:0. Damit nicht genug: Carsten Henrich flankte flach von links, zwei Weidener schlugen Luftlöcher anstatt den Ball weg, Thomas Griesgraber legte zurück und Admir Hasanovic schloss ab - linkes langes Eck wie beim 0:1.

Die verwöhnten Weidener Fans höhnten bereits "nur noch acht, nur noch acht..." Schnell hätten dir Gebele-Elf nach der Pause die Partie endgültig entscheiden können, da Weiden die Abwehr mitunter heftig entblößte: Christian Obermeier hatte Pech mit seinem Kopfballschlenzer über Torwart Romeis hinweg, die Latte war dem 3:0 im Weg. Und bei zwei platzierten Obermeier-Freistößen war es Romeis selbst, der seine Hände zwischen Ball und Torlinie schieben konnte, ebenso bei Felsners Schuss aus elf Metern. Chancen hatten eigentlich nur die Brucker, wenngleich Weiden mehr in Ballbesitz war. Die Gäste ließen die Hausherren einfach mal machen, bis in den Strafraum, doch irgendwie klärten sich die meisten Vorstöße durch irgendeinen Brucker Abwehrfuß wie von selbst. Bis auf den Schuss von Michael Schlechte, doch der ging weit drüber.

Belohnt wurde Weiden doch noch fast mit dem Schlusspfiff: Aus dem Gewühl nach einer Ecke Schoss Armin Ilnseher das Ehrentor.

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