Ein echter Hingucker, nicht nur wegen seiner Haarpracht: Jonas Kalchner. foto: weber

FC Eichenau - Relegationsrückspiel beim SV Igling

Jonas Kalchner fliegt aus den USA ein, um Eichenau retten

  • vonDirk Schiffner
    schließen

Mal schnell aus den USA einfliegen, Eichenau retten und dann gleich wieder zurück düsen – das hat sich Jonas Kalchner offenbar zum Ziel gesetzt. Der 20-Jährige Student auf Semesterferien kann die Starzelbacher in der Kreisliga halten. 

VON DIRK SCHIFFNER 

Eichenau – Mit einem Drei-Tore-Vorsprung fährt der FC Eichenau am Samstag, 14.30 Uhr, zum Relegationsrückspiel beim SV Igling. Während der dortige Spielertrainer Patrick Starker auf ein Wunder hofft, ist sich Eichenaus Blitz-Transfer Jonas Kalchner sicher: „Das lassen wir uns nicht mehr nehmen.“

Der 20-Jährige schnürt erst seit knapp vier Wochen wieder die Schussstiefel für die Starzelbacher. In Eichenau lernte Kalchner das Fußball-Abc. Von der U6- bis zur U13-Jugend spielte er für den FCE, danach folgten zwei Jahre beim SC Fürstenfeldbruck. Dann ging es für den Wuschelkopf immer weiter nach oben. Für die SpVgg Unterhaching spielte er in U19-Bundesliga. Nebenbei machte er sein Abitur am Brucker Graf-Rasso-Gymnasium. Der nächste Karriereschritt führte ihn vor einem Jahr in den Westen der USA.

Kalchner bekam ein Stipendium an der Longwood University in Farmville (Virginia). „Ich wollte es ausprobieren. Das war für mich schon eine große Umstellung, da ich doch eher zurückhaltend bin. Aber ich wollte mal raus aus meiner Komfortzone.“ DieseLebenserfahrung möchte er jedenfalls nicht mehr missen. An der Longwood University studiert er Psychologie. Und spielt nebenbei für das dortige Uni-Team der Longwood Lancers.

Die Semesterferien (von Anfang Mai bis Anfang August) verbringt er daheim in Eichenau. Um sich fit zu halten stellte sein beim FC Eichenau kickender bester Kumpel Toni Pauker den Kontakt zu Trainer Uwe Schaller her. Der freute sich natürlich über den plötzlichen Neuzugang: „Ein Glücksfall für uns.“ Ende Mai beim Auswärtsspiel in Maisach gab Kalchner sein Debüt, erzielte auch prompt das Führungstor. Dennoch ging das Spiel mit 1:3 verloren. Doch der Jungstar hinterließ erste Spuren und ist nicht nur wegen seiner Mähne ein echter Hingucker.

Beim Relegationshinspiel am Mittwoch war Kalchner mit einem Tor und zwei Vorlagen der Matchwinner. Das Rückspiel ist für den Mittelfeldmann nun auch gleich wieder sein letztes Spiel für den Heimatverein. Aber zumindest hätte er dann im Erfolgsfall einen mittelgroßen Anteil am Klassenerhalt.

Schaller, der vor einem „wilden Iglinger Sturmlauf“ warnt, kann auf den siegreichen Kader vom Mittwoch bauen. In dem stand auch überraschend Julian Busch. Der 23-Jährige beißt trotz eines Syndesmosebandanrisses auf die Zähne.

Auch interessant

Kommentare