Auch im Luftkampf schenkten sich Puch und Überacker nichts. Am Ende hatten allerdings die Gäste aus dem Brucker Stadtteil die Nase vorne. Daran änderte auch der verschossene Elfmeter von Puchs Spielertrainer Mehmet Acikgöz nichts mehr.
+
Auch im Luftkampf schenkten sich Puch und Überacker nichts. Am Ende hatten allerdings die Gäste aus dem Brucker Stadtteil die Nase vorne. Daran änderte auch der verschossene Elfmeter von Puchs Spielertrainer Mehmet Acikgöz nichts mehr.

Spitzenreiter kann sich in Überacker einen vergebenen Elfmeter leisten

Der SV Puch marschiert weiter locker durch - Coach verschießt Elfer

  • VonHans Kürzl
    schließen

Der SV Puch hat sich auch im Spitzenspiel gegen RW Überacker keine Blöße gegeben und die Rot-Weißen mit 2:0 geschlagen.

Überacker/Puch – Am Ende hatte Puchs Spielertrainer Mehmet Acikgöz ein fast schulbubenhaft verschmitztes Lächeln aufgesetzt: „Ein Trainer darf das schon mal.“ Er meinte einen Elfmeter verschießen. In der 84. Minute leistete er sich diesen Fehlschuss an die Querlatte, einen zweiten Pucher Versuch wehrte Überackers Schlussmann Marco Ruprecht bravourös ab.

Acikgöz konnte sich den Lapsus mit dem Elfmeter leisten, weil er selbst nach 25 Minuten getroffen und Benö Laszlo eine Viertelstunde vor Schluss zum Endstand von 2:0 (1:0) aus Pucher Sicht nachgelegt hatte.

Puch ist auch im achten Saisonspiel erfolgreich

Von der Seitenlinie wurde die Partie genauestens verfolgt. Von dort kamen auch Proteste. Die heimischen Zuschauer forderten einen Elfmeter, nachdem Puchs Bekir Söyden die Hand verdächtig nahe am Ball hatte. Der Pfiff blieb aber aus.

Der Spitzenreiter, der damit auch im achten Spiel der C-Klassensaison siegreich blieb, konnte sich den Fehlschuss aber auch deshalb einigermaßen locker erlauben, weil sich Überackers Keeper just vor dem 2:0 einen Fehltritt erlaubt und über den Ball geschlagen hatte. Puchs Stürmer hatte daraufhin wenig Mühe einzuschieben.

Bei diesem Treffer mussten sich die Gastgeber allerdings vorkommen wie das Murmeltier, das täglich grüßt. Wie in der ersten Halbzeit hatten sie in den Minuten vor dem jeweiligen Gegentreffer gerade begonnen, das Spiel an sich zu nehmen. In Durchgang zwei war das sogar sehr viel auffälliger gelungen.

Spitzenreiter hat aber auch etwas Glück

Etwa zehn Minuten vor dem zweiten Gegentreffer hatte Puchs Bekir Söyden seine Hand zumindest in optisch verdächtiger Nähe zum Ball. Doch dem recht unauffällig leitenden Unparteiischen Fabio Inverso war die Sicht versperrt, so das der Pfiff ausblieb. Auch Proteste aus der Ecke der Rot-Weißen Zuschauer änderten daran nichts.

Und nur wenig später setzte Überackers Martin Ruppert vielversprechend zu einem Kopfball an. Doch der Spitzenreiter hatte das Glück des Tüchtigen und einen eigenen Sportkameraden zur Seite, der das Leder von der Linie kratzte. Kollektives Haareraufen war die Folge.

Puch-Coach zu Überacker: „Der bisher absolut stärkste Gegner den wir in dieser Saison hatten“

Das stete und beharrliche Bemühen um einen Treffer war den Gastgebern nicht abzusprechen. Deren Auftreten nötigte auch Puchs Spielertrainer Acikgöz Respekt ab. „Der bisher absolut stärkste Gegner den wir in dieser Saison hatten.“

Trotzdem sei der Sieg natürlich verdient. Allein in Halbzeit eins habe man die klareren Chancen gehabt. Als Beispiel dafür kann der Versuch des vollkommen frei stehenden Pucher Spielers Arguncan Güzel gewertet werden, dem Überackers Keeper Ruprecht erfolgreich den Einschlag verwehrt hatte. Diese Möglichkeit und der kurz darauf folgende Treffer bremsten die zuvor aufkommenden Gastgeber aus.

Die verloren nun in der Tabelle mit sechs Punkten Rückstand auf den SV Puch etwas den Anschluss, verblieben aber auf Platz zwei. Für den Spitzenreiter soll sich der Lauf aber fortsetzen: „Wir wollen unsere weiße Weste behalten“, so Acikgöz. (Hans Kürzl)

Auch interessant

Kommentare