Konfuser Schiri verpfeift Aich zum zweiten Mal in einem Monat

- Aich - Da haben die Aicher beim vor vier Wochen nachgeholten Hinspiel gegen den SV Wackersberg mit dem Schiedsrichter schon unliebsame Erfahrungen sammeln müssen, doch der Unparteiische am Samstag überbot diese Messlatte noch einmal deutlich. Spielertrainer Thomas Stehle wunderte sich aber nicht wirklich, denn der Mann in Schwarz war derselbe wie vor vier Wochen: Andreas Wind aus Eglfing. Trotzdem ließen sich die Aicher diesmal nicht vom konfusen Schiri irritieren und schickten den SVW mit einem hochverdienten 4:1 (1:0) Kantersieg in die Abstiegsrelegation.

Einen bissigen Kommentar konnte sich Stehle, der selbst sechs Minuten vor Spielende von Wind wegen eines angeblich groben Foulspiels mit Rot vom Feld geschickt wurde, nicht verkneifen: "So wie der die zwei Spiele gepfiffen hat, würde ich mich nicht wundern, wenn er sich jetzt noch das Trikot von Wackersberg holt und dieses dann mit ins Bett nimmt."

Mit einem kleinen Feuerwerk begannen beide Mannschaften die Partie. Nach vielen Chancen das 1:0 für Aich: Nach einer Stehle-Ecke vollstreckte Christian Schilling aus wenigen Metern eiskalt. Noch vor dem Pausenpfiff musste SVW-Spieler Johann Müller wegen einer Grätsche von hinten in die Beine von Oliver Friedrich vom Platz (39.). Die personelle Überlegenheit nützten die Aicher nach dem Seitenwechsel und zogen durch zwei Treffer von Salzmann (46. und 63.) sowie erneut Schilling (64.) auf 4:0 davon. Erst ein Elfmetergeschenk von Wind bescherte den Gästen den Ehrentreffer durch Kaltenhauser.

In der Schlussphase drängte sich wieder Schiri Wind in den Mittelpunkt: Erst schickte er nach Müller auch noch Stehle mit Rot vom Feld und kurz darauf durfte auch noch Wackersbergs Lorenz Annaberger mit der Ampelkarte vorzeitig zum Duschen.

Trotz des klaren Erfolges verpassten die Aicher aber den angestrebten dritten Tabellenplatz knapp, weil zeitgleich Garmisch mit 2:1 in Ohlstadt die Oberhand behielt und somit den Gewinn der goldenen Ananas bejubeln konnte. Für Stehle jedoch kein Beinbruch. "Wir haben als Aufsteiger mit Platz vier mehr erreicht, als wir alle erwartet haben."

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