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Kreisklasse kompakt: Ernüchternde 0:16-Torbilanz für die drei Kellerkinder

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Von: Andreas Daschner

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Alle Akrobatik half nichts: Am Ende unterlag der TSV West (rotes Trikot) im Kellerduell dem SC Gauting klar mit 0:4.
Alle Akrobatik half nichts: Am Ende unterlag der TSV West (rotes Trikot) im Kellerduell dem SC Gauting klar mit 0:4. © Peter Weber

Am 15. Spieltag in der Kreisklasse bestätigten sich die Trends der vergangenen Wochen. Für die drei Kellerkinder heißt das nichts Gutes.

Landkreis – So langsam zeichnet sich ab, dass Alling, der TSV West und Germering wohl die letzten drei Tabellenplätze untereinander ausmachen werden. Gemeinsam schauen die drei Mannschaften am 16. Spieltag auf eine ernüchternde Bilanz von 0:16 Toren. Alling kassierte einhalbes Dutzend Gegentore, Germering sogar noch eines mehr. An der Tabellenspitze gibt es ebenfalls einen Dreikampf, bei dem Geiselbullach als Erster die Fahnen des Brucker Landkreises gegen Weßling und Oberalting (beide aus dem Landkreis Starnberg) hoch hält.

TSV Oberalting - TSV Alling 6:0 (4:0)

Gar nichts zu holen gab es für die Allinger bereits am Freitagabend beim Tabellendritten in Oberalting. Schon nach knapp fünf Minuten liefen die Gäste einem 0:1-Rückstand hinterher, und der wuchs zur Pause auf 0:4 an. Damit war die Partie auch schon entschieden. In Halbzeit zwei musste Allings Kepper Michele Tirabasso noch zweimal hinter sich greifen und konnte nicht verhindern, dass die Oberaltinger das halbe Dutzend Tore vollmachen. Alling bleibt damit im Tabellenkeller auf dem drittletzten Platz hängen.

TSV Geiselbullach - SV Inning 2:0 (1:0)

Die Bullacher mussten nicht ihre beste Leistung abrufen, um die Tabellenspitze zu verteidigen. In einem sehr kampfbetonten Spiel gab es kaum Torchancen. „Offensiv hätten wir mehr Akzente setzen können“, sagt Coach Stefan Held. Aber zumindest zeigte sich seine Mannschaft da effektiv. Nach einer guten halben stunde ließ sich Felix Thurner die Elfmeterchance nach einem Foul an Lukas Bründl nicht entgehen. 20 Minuten vor Schluss zwangen die Geiselbullacher dann Innings Constantin Sar zum vorentscheidenden Eigentor. Zufrieden war Held dagegen mit der Defensive: „Wir haben keine Chance der Inninger zugelassen.“ Damit blieben die Bullacher im fünften Ligaspiel in Folge ohne Gegentor.

FC Emmering - FC Puchheim 0:4 (0:2)

Herbe Kritik für den Unparteiischen Simon Hartmann gab es nach dem Spiel von Emmeringer Seite. „Der Sieg von Puchheim war verdient, aber es bleibt ein fader Beigeschmack, wenn der Schiri so massiv ins Spiel, eingreift“, sagt Emmerings Coach Daniel Stapfer. Gleich vier Situationen ärgerten den Übungsleiter. In der ersten Pfiff Hartmann zunächst einen Handelfmeter für Emmering, als ein Schuss am ausgestreckten Arm eines Puchheimers landete. Dann nahm er die entscheidung aber wiede zurück. „Anschließend hat er uns ein Tor wegen Abseits zurückgepfiffen, bei dem selbst die Puchheimer sagten, dass es kein Abseits war.“ Kein Foul hat Stapfer außerdem vor dem Freistoß zum 3:0 gesehen, außerdem monierte er einen nicht gegebenen Strafstoß für seinen FCE. „Das Spiel läuft vielleicht anders, wenn der Schiedsrichter diese Situationen richtig pfeift“, sagt Stapfer. So aber trafen Puchheims Antonio Verzella, Lennard Riedel, Sebastian Steer und Jannik Lutz zum 4:0-Sieg der Gäste, der nach Ansicht Stapfers definitiv zu hoch ausgefallen ist.

SC Weßling - SV Germering 7:0 (3:0)

Keine Gnade kannte der Tabellenzweite aus Weßling mit den Germeringer Schlusslichtern. Lediglich eine halbe Stunde blieb die Partie offen. Dann jubelten die Gastgeber zum ersten Mal – allerdings noch umsonst. Dem vermeintlichen 1:0 war ein Handspiel vorausgegangen. Aber nur weine Minute später fiel dann doch die Weßlinger Führung. Noch vor der Pause machten die Hasherren mit zwei weiteren Toren alles klar. Nicht leichter wurde es für die Germeringer, als Buhan Avci in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs mit der gelbroten Karte die Kabine nach der Halbzeit gar nicht mehr verlassen brauchte. In Halbzeit zwei hatten die Weßlinger dann keine großen Probleme mehr, den Sieg in standesgemäße Höhe zu schrauben.

TSV FFB West - Gautinger SC 0:4 (0:2)

Der TSV West kommt einfach nicht aus dem negativen Fahrwasser. Auch im Kellerduell gegen Gauting setzte es eine klare Niederlage. Die Gäste bauen ihren Vorsprung in der Tabelle auf die Brucker damit auf zehn Punkte aus und festigen damit zumindest ihren elften Tabellenplatz. Nach etwas mehr als 20 Minuten schwammen den Westlern die Felle nach zwei Gegentoren bereits davon. Mit zwei Treffern zwischen 70. und 80. Minute machten Gauting dann alles klar.

VfL Egenburg - SC Olching II 2:1 (0:0)

Schwer enttäuscht war Olchings Coach Alexander Englisch nach der Niederlage. „Heute hat die schlechtere Mannschaft verloren“, sagte er nach dem Spiel. 45 Minuten lang waren seine Olchinger haushoch überlegen. „Aber wir haben vergessen, die Tore zu machen.“ In der Halbzeit wies der Coach seine Elf darauf hin, wie gefährlich das ist: „Was man vorne nicht macht, bekommt man irgendwann hinten.“ Und genau so lief es auch. Ein weiter Ball, SCO-Torhüter Michael Pfützner kam einen Schritt zu spät, Strafstoß, 0:1. Zwar gelang Nicolas Röhrle der Ausgleich. Am Ende segelte aber ein Egenburger Sonntagsschuss zur Entscheidung in den Winkel.

TSV Gilching- II - SC Gröbenzell 3:2 (2:2)

Trotz einer 2:0-Führung standen die Gröbenzeller am Ende mit leeren Händen da. Zwar trat der SC mit personellen Problemen in Gilching an. Dennoch war die Mannschaft von Trainer Peter Krems 20 Minuten lang sehr gut im Spiel. Tobias Wiesmayer traf doppelt und untermauerte die Gröbenzeller Überlegenheit. Doch die war mit dem Gilchinger Anschlusstreffer plötzlich passé. „Da haben wir uns den Schneid abkaufen lassen und irgendwie den Mut verloren“, sagt Krems. Ein starker Freistoß der Gilchinger führte dann auch noch vor der Pause zum Auslgeich. „Und dann muss das Spiel eigentlich Unentschieden ausgehen“, sagt Krems. Doch SC-Torhüter Samuel Pangerl leistete sich einen Schnitzer, den die Gilchinger eiskalt zur 3:2-Führung ausnutzten. Und selbst als die Hausherren gelbrot-dezimiert mehr als zehn Minuten mit einem Mann weniger auskommen mussten, konnten sich die Gröbenbacher keine Chance mehr erspielen. „Da fehlt meiner jungen Mannschaft noch die Cleverness“, sagt Krems. (Andreas Daschner)

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