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Kreisklasse kompakt: Spitzenreiter lässt viele Chancen liegen und bleibt trotzdem vorne

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Eine unglückliche Heimniederlage haben die Kicker des SC Gröbenzell gegen den VfL Egenburg kassiert. Die Gröbenzeller hatten zwischenzeitlich einen 0:2-Rückstand aufgeholt.
Eine unglückliche Heimniederlage haben die Kicker des SC Gröbenzell gegen den VfL Egenburg kassiert. Die Gröbenzeller hatten zwischenzeitlich einen 0:2-Rückstand aufgeholt. © Peter Weber

Acht Mannschaften aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck waren an diesem Wochenende in der Kreisklasse im Einsatz.

Landkreis – Emmering kann den Favoriten kurz ärgern, die Westler warten weiter auf den ersten Saisonsieg und Gröbenzell muss eine unnötige Niederlage einstecken.

TSV Oberalting - FC Emmering 1:0 (0:0)

An dem Auftritt seiner Elf beim erklärten Favoriten aus Oberalting hatte FCE-Coach Daniel Stapfer nichts auszusetzen, im Gegenteil: „Es war ein super Spiel von beiden Seiten, ganz hohes Kreisklassen-Niveau.“ Eigentlich hätte es angesichts der vielen Chancen bereits zur Pause 2:2 stehen müssen, so Stapfer, doch die Teams gingen mit einem 0:0 in die Kabinen. Und dann zeigte sich, dass die Hausherren noch ein wenig mehr Gas geben konnten als die Gäste. „Je länger es dauerte, desto mehr wurde es Einbahnstraßen-Fußball auf unser Tor“, so Stapfer. Doch die Emmeringer hielten weiter tapfer dagegen, am Ende war es ein Ball, der am Innenpfosten abprallte und „quasi reingefallen ist“, so der FCE-Coach. Da waren bereits 86 Minuten gespielt und es hatte wirklich so ausgesehen, als könnte Emmering dem Favoriten einen Punkt abtrotzen. Doch der Sieg ging schließlich an den TSV. Stapfer war aber „sehr zufrieden“ mit der Leistung seiner Mannschaft.

FC Puchheim - TSV FFB West 4:0 (2:0)

Nach einer guten halben Stunde war die Vorentscheidung gefallen: Michael Beck (19.) und Antonio Verzella (28.) hatten mit ihren beiden Treffern für eine recht komfortable Führung der Puchheimer Gastgeber gesorgt. Die ließen sich die Hausherren dann auch nicht mehr streitig machen, Cengiz Civgin packte mit seinem Doppelpack (66./82.) noch eins drauf und so war der 4:0-Sieg unter Dach und Fach. „Ein Arbeitssieg“, so FCP-Coach Michael Liebl, der von einer überlegenen Leistung seiner Elf sprach.

SV Germering - Gautinger SC 1:1 (0:0)

Es war das Spiel „Not gegen Elend“, wie es SVG-Sprecher Fabian Ophoven nannte, und so endete die Partie auch entsprechend mit 1:1: „Beide Teams haben ihr Glückstor gemacht.“ Und beide Teams mussten lange zittern, ehe einmal ein Treffer gelingen sollte. Für die Gäste fiel er in der 80. Minute, bei den Germeringer Hausherren dauerte es bis in die sechste Minute der Nachspielzeit, ehe Philipp Oberparleitner sein Team mit dem Schuss erlöste, der das 1:1 bedeuten sollte.

SC Gröbenzell - VfL Egenburg 2:3 (0:2)

Das war eine Niederlage, die es nach dieser furiosen Aufholjagd einfach nicht gebraucht hätte. Denn die Gröbenzeller Elf hatte sich nach dem heftigen 0:2-Rückstand, mit dem man in die Pause gegangen war, wieder eindrucksvoll zurück gekämpft. Zwei Abwehrfehler, die beide in Tore umgemünzt werden konnte, hatten den schnellen Rückstand bedeutet (12./21.). „Da waren wir einfach nicht gut gestanden“, so SCG-Coach Peter Krems. Nach dem Wiederanpfiff jedoch zeigte seine Elf sofort eine Reaktion. Maximilian Öttl schob zum 1:2 ein (47.) und Tobias Wiesmayr glich zum 2:2 aus (57.). „Eine ganz starke Leistung, richtig klasse“, lobte Krems seine Mannschaft. Den Elfmeter, den die Gäste jedoch in der Schlussphase zugesprochen bekamen, verwandelten sie dann aber auch (89.). „Das war einer der Kategorie kann, muss aber nicht“, so Krems über den Strafstoß. Am Ende reichte die Zeit nicht mehr und Gröbenzell musste die bittere und unnötige Niederlage hinnehmen. „Schade, dass wir unsere Chancen anfangs nicht gemacht haben, das ist schon bitter: Die schießen dreimal aufs Tor und machen ihre drei Tore und wir schießen innerhalb von zehn Minuten dreimal den Keeper an und bringen den Ball nicht rein.“ Einen Vorwurf will Krems seiner jungen Mannschaft aber nicht machen. „Sie haben sich super zurück gekämpft und das Potenzial ist ja da. Was fehlt, ist halt noch a bisserl Erfahrung.“ Was Krems jedoch heuer auffällt und massiv nervt, wie er selbst sagt, ist die massive Zeitschinderei einiger Teams nach einem Foul. „Das ist jetzt das vierte Spiel in Folge, wo mir das aufgefallen ist. Das ist heuer enorm häufig schon vorgekommen,“ so Krems, der immerhin schon fast 30 Jahre im Trainer-Geschäft tätig ist. „Da sterben die Spieler halb auf dem Feld und du meinst, du musst den Krankenwagen rufen und dann stehen sie auf, als wär nix gewesen.“

TSV Alling - TSV Geiselbullach 0:6 (0:0)

Es sollte der sechste Saisonsieg für den Spitzenreiter der Liga werden, doch nach der ersten Halbzeit hatten die Geiselbullacher trotz ihrer vielen Chancen nicht einen Treffer markieren können. „Dabei hatten wir das Spiel zu 100 Prozent unter Kontrolle“, so Coach Stefan Held. Nach dem Wiederanpfiff schob dann jedoch Michael Falsner ein (51.) zum 1:0 für die Gäste. „Damit waren dann alle Dämme gebrochen“, so Held. Florian Döhler erhöhte kurz darauf auf 2:0 (53.), Michael Ponnath schob zehn Minuten später zum 3:0 ein, Lukas Bründl markierte das 4:0 (65.) und zum Abschluss durfte noch Matthias Dressel über seinen Treffer zum 6:0 jubeln (85.). Coach Held sprach von einem „überzeugenden Auftritt und einem hochverdienten Sieg“, und meinte im Hinblick auf die Chancenverwertung seiner Elf: „Es hätten mehr Tore sein können.“

SV Inning - SC Olching II 1:0 (1:0)

Das war nichts mit dem direkten Konkurrenten etwas abhängen für die Olchinger Mannschaft. Gegen Inning setzte es eine knappe 0:1-Niederlage. Dabei wäre ein Sieg so wichtig gewesen, um sich nach hinten weiter abzusichern und den Anschluss nach vorne nicht zu verlieren. (Stephanie Hartl)

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