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Kreisklasse: Strittiger Platzverweis bringt Puchheim früh in Unterzahl - Emmering nur remis

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Von: Andreas Daschner

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Salar Wali sah die rote Karte.
Salar Wali sah die rote Karte. © FuPa

Emmering hat sich mit einem Remis in Gröbenzell erst einmal aus dem Rennen um Platz zwei verabschiedet.

Fürstenfeldbruck – Puchheim konnte keine Schützenhilfe leisten und verlor gegen die Zweiten aus Weßling deutlich. Emmerings Rückstand ist damit auf acht Zähler angewachsen. Im Abstiegskampf wird die Luft für Alling immer dünner.

FC Puchheim - SC Weßling 1:5 (1:1)

Am verdienten Sieg der Weßlinger gab es auch aus Sicht von Puchheims Co-Trainer Michael Liebl nichts zu rütteln. Gleichwohl haderte der Übungsleiter mit der Leistung des Unparteiischen Stefan Haas. Hauptauslöser war ein Platzverweis gegen Puchheims Salar Wali nach rund einer halben Stunde. „Der Schiedsrichter hat es als Notbremse interpretiert“, sagt Liebl. Was nach seiner Ansicht einen faden Beigeschmack hatte: „Der Schiri hat den Gefoulten noch gefragt, ob er noch am Ball gewesen ist.“ Der Weßlinger habe selbst zugegeben, dass er das Leder nicht mehr unter Kontrolle hatte. Trotzdem gab es Rot für Wali. Auch beide Strafstöße, die zum 1:1-Pausenstand geführt hatten, waren nach Liebls Ansicht fragwürdig. Jannik Lutz hatte den Elfer für Puchheim zum 1:1 verwandelt. Nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Puchheimer dann aber zu viele Fehler und gerieten schnell in Rückstand. An eine Aufholjagd gegen die starken Gäste war mit einem Mann weniger dann freilich nicht mehr zu denken.

SC Gröbenzell - FC Emmering 1:1 (0:0)

Das war mal gar nix, dieses Spiel. Sagt zumindest Emmerings Coach Daniel Stapfer. „Die Bezeichnung Grottenkick trifft’s ganz gut“, meinte der Übungsleiter. Fußballerisch habe der Auftritt beider Mannschaften nicht allzu viel mit Kreisklasse zu tun gehabt. „Wenn man das Spiel zur Halbzeit abgebrochen hätte, hätte man nicht viel verpasst.“ Immerhin bot der zweite Durchgang aber den einzig sehenswerten Angriff des Spiels. Den nutzte Emmerings Eduard Barilov zur 1:0-Führung. Für den Ausgleich mussten die Gröbenbacher Hausherren eine Standardsituation bemühen: Tobias Wiesmayer traf in der 89. Minute per Freistoß. „So spät ist das natürlich bitter“, sagte Stapfer. Gröbenzells Coach Peter Krems sprach gar von einem Riesendusel. Er sah das Spiel zwar nicht ganz so schlecht wie Stapfer. „Wir haben bis zum letzten Pass eigentlich ganz ordentlich gespielt.“ Einig waren sich die beiden dann aber wieder darin, dass das Remis am Ende doch gerecht war.

TSV Alling - TSV Gilching II 0:3 (0:1)

Enttäuschung pur herrschte bei Allings Sebastian Kiffer nach dem Schlusspfiff. Angesichts der Spielanteile wäre seiner Ansicht nach eine Punkteteilung das gerechte Ergebnis gewesen. „Aber wir kassieren heuer immer wieder Gegentore nach Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung.“ So kamen auch die ersten beiden Gegentore zustande. „Ansonsten haben wir gut mitgespielt“, sagte der Allinger. Überhaupt nicht einverstanden war Kiffer mit dem dritten Gegentor. Das erzielten die Gäste aus Gilching per Strafstoß – und der war äußerst umstritten. „Sogar die Gilchinger haben gesagt, dass das kein Elfmeter war“, sagt Kiffer. Schiedsrichter Ümmet Kocak beeindruckte das aber nicht. Er deutete trotzdem auf den Punkt. Neun Minuten vor dem Ende kassierte Allings Torhüter Michele Tirabasso dann auch noch eine Ampelkarte. Auf das für Alling bittere Endergebnis hatte das aber keine Auswirkungen mehr. (Andreas Daschner)

Michele Tirabasso sah die Ampelkarte
Michele Tirabasso sah die Ampelkarte © FuPa

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