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„Bei uns gibt es kein Geld, nicht mal eine Punktprämie“ - FC Eichenau setzt auf Jugend

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Zum Verrücktwerden: Eichenaus Coach Thomas Stehle haderte ein ums andere Mal mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft.
Zum Verrücktwerden: Eichenaus Coach Thomas Stehle haderte ein ums andere Mal mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. © Peter Weber

Der FC Eichenau erlebte in der Hinrunde der Kreisliga-Saison ein wahres Auf und Ab. Zur Halbzeit überwintern die Starzelbacher mit 21 Punkten auf dem achten Tabellenplatz.

Eichenau – Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt aktuell vier Zähler. Trainer Thomas Stehle ist trotzdem „sehr zufrieden.“ Auch, wenn die letzten Spiele der Hinrunde eher zum Vergessen waren. In den letzten vier Partien gelang den Eichenauern kein einziger Treffer. „Das ist unser großes Manko“, sagt Stehle. „Wir haben so unsere Probleme mit dem Toreschießen.“ 18-mal trafen die Starzelbacher in den 16 Spielen ins Schwarze. Nur Schlusslicht Moorenweis traf noch seltener.

Aber auch wenn es vorne hakt, auf seine Defensive kann Coach Stehle bauen. Gerade 24-mal musste Schlussmann Maximilian Tretschok hinter sich greifen. Weniger Gegentreffer mussten im bisherigen Saisonverlauf nur die beiden Topteams aus Peiting (20) und Günzlhofen (23) hinnehmen.

FC Eichenau: Kein Geld und keine Punktprämie

Auch deshalb standen die Eichenauer nach zwölf Spielen zwischenzeitlich mit 20 Punkten auf Platz vier. Doch schon damals machte Teammanager Simon Skafar klar: „Unser Ziel ist es, so früh wie möglich nichts mit unten zu tun zu haben.“ Auch für Stehle war Platz vier nur eine „schöne Momentaufnahme.“

Anders als viele Ligarivalen verfährt der FC Eichenau nach einem eigenen Konzept. „Bei uns gibt es kein Geld, nicht mal eine Punktprämie“, erklärt Stehle. Wichtiger sei beim FCE die Jugendarbeit. Und da mache Jugendleiter und U19-Coach Andreas Tretschok einen guten Job, sagte Stehle.

FC Eichenau: U19-Spieler bilden Gerüst

Immer wieder haben es in den letzten Jahren einige U19-Akteure in den Kreisliga-Kader geschafft. Zuletzt gelangen Erol Haziri, Lucas Kohlhase und Richard Jackes der Sprung in die Erste. Um langfristig den Umbruch zu schaffen, müssen es aber mehr Nachwuchsspieler in den Kreisliga-Kader schaffen. „Wir müssen mittelfristig den Kader verjüngen. Vor allem auf den Schlüsselpositionen sind wir veraltet“, sagte Stehle. Der einzige externe Neuzugang in der Winterpause ist Dennis Siebach vom TSV Fürstenfeldbruck-West. Er und Stehle kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim Brucker Multikulti-Klub. Siebach sei in der Offensive flexibel einsetzbar, so Stehle.

Bereits am 31. Januar starten die Starzelbacher in die Vorbereitung. Zunächst steht viel Laufarbeit auf dem Trainingsplan. Die Fitness und die Athletik sind laut FCE-Trainer eine wichtige Grundlage, um die Rückrunde erfolgreich zu gestalten. Die erste Bewährungsprobe steigt dann am 27. März, wenn die Stehle-Truppe beim SC Fürstenfeldbruck antreten muss. Dass der FCE die Liga hält, davon „bin ich absolut überzeugt“, sagt Stehle. (Dirk Schiffner)

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