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SC Olching-Trainer stocksauer: „Einige Leute können sich im Winter einen neuen Verein suchen“

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In Jubellaune: Der SC Fürstenfeldbruck steht im Halbfinale des Sparkassencups.
In Jubellaune: Der SC Fürstenfeldbruck steht im Halbfinale des Sparkassencups. © Dieter Metzler

Dem SC Fürstenfeldbruck gelingt die Überraschung im Pokal gegen den Landesligisten SC Olching. SCO-Trainer Martin Buch war nach der Blamage stocksauer.

Fürstenfeldbruck – Für eine faustdicke Überraschung hat der SC Fürstenfeldbruck im Viertelfinale des Sparkassencups gesorgt. Mit einem auch in der Höhe verdienten 4:1-Sieg warf der in der Kreisliga um den Klassenerhalt kämpfende SCF den Landesligisten SC Olching aus dem Wettbewerb.

Nach dem blamablen Auftritt seiner Elf war SCO-Trainer Martin Buch stocksauer: „Ich freue mich schon auf Donnerstag aufs Training“, meinte er angesäuert. „Einige Leute können sich im Winter einen neuen Verein suchen. Wer keine Lust hat, solche Spiele anzunehmen, der hat in Olching auch nichts verloren.“ Dem SCF gratulierte er aber zum verdienten Erfolg.

100 Zuschauer verfolgen Pokalsensation

Auf Brucker Seiten war die Freude riesig. „Das ist der besondere Reiz an einem Pokalspiel. Der vermeintlich Schwächere kegelt den Favoriten raus. Deshalb bin ich extra heute mal hergekommen, um so etwas zu erleben. Ich habe den richtigen Riecher gehabt“, meinte ein SCF-Fan. Knapp 100 Zuschauer waren ins Klosterstadion gekommen, um das Pokalderby zu verfolgen.

SCF-Manager Alfred Thurner hatte für mehr Durchblick gesorgt, indem er das Technische Hilfswerk um Unterstützung bat. Mit zusätzlichen Scheinwerfern hellte das THW die schwache Beleuchtung im Brucker Stadion auf. Seit der SCF einen Kunstrasenplatz hat, wurde die Hälfte der Flutlichtanlage zur Ausleuchtung des Kunstrasen-Spielfelds vom Hauptplatz weggedreht.

SC Olching: Dominik Dierich gleicht Brucker Führung aus

Der vermeintliche Underdog aus der Kreisstadt war heiß auf das Derby. Mit viel Tempo und großem Kämpferherz gingen die Akteure aus der Kreisstadt von der ersten Minute an zu Werke. Als Brucks Ferenc Ambrus nach einer Viertelstunde die Führung erzielte, nahm der Landesligist den Rückstand wohl noch nicht ernst. Auch in der Folgezeit war der Kreisligist dem 2:0 näher, als Olching dem Ausgleich. SCO-Keeper Maxi Knobling machte jedoch die weiteren Chancen von Haris Cehic und Ambrus zunichte.

Die Elf von Martin Buch spielte sich dagegen in der ersten Halbzeit keine Torchance heraus. Es brauchte eine Standardsituation, um den Brucker Abwehrriegel zu knacken. Dominik Dierich war nach einen Freistoß zur Stelle und markierte das 1:1.

SC Fürstenfeldbruck: Geniestreich und Konter sorgen für Sensation

Doch dann folgte der Geniestreich von Brucks Alem Besirevic. Der Brucker hämmerte einen Freistoß aus 45 Metern zum 2:1 ins Olchinger Tor. Der weit vor seinem Kasten stehende Knobling war viel zu überrascht, um da noch reagieren zu können.

Das Tor spornte die Elf von Brucks Trainer Victor Medeleanu weiter an. Für den Olchinger Sturm gab es gegen die gut gestaffelte Brucker Hintermannschaft kein Durchkommen. Bei der Verteidigung des knappen Vorsprungs ergaben sich für die Brucker dagegen immer wieder Konterchancen. Zwei davon nutzten Ambrus und Nico Bräuning in der fünfminütigen Nachspielzeit zu weiteren Treffern. Die Sensation war perfekt.

„Die Entwicklung der Jungs freut mich wahnsinnig“, sagte Brucks Trainer Victor Medeleanu. „Wir versuchen, immer besser zu werden. Dieser großartige Prestige-Sieg gibt mir Hoffnung für die Zukunft. Einen Klassenunterschied habe ich heute nicht gesehen zwischen meiner Mannschaft und dem Landesligisten.“ (Dieter Metzler)

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