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Casola, Salemovic und Decker standen bei uns unter anderem zur Wahl zum besten Trainer 2018. Diese drei habt ihr im Rennen um den Titel ganz vorne gesehen.

Ergebnisse zum Trainervoting in der Landesliga Südwest

Casola, Salemovic oder Decker? - Das ist euer bester Trainer 2018 in der Landesliga Südwest

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Erster, Vierter oder Sechster? Der Trainer welchen Vereins holt bei Fupa den Titel? Im Voting zum besten Trainer 2018 der Landesliga Südwest habt ihr die Platzierungen ordentlich durcheinander gewürfelt.

3. Platz mit 81 Stimmen: Muritz Salemovic (TSV Landsberg)

Muritz Salemovic ist „Der Neue“ in der Landesliga Südwest. Zu Beginn der laufenden Saison wagte er den Schritt ins Trainergeschäft. Und das mit Erfolg: Mit Absteiger Landsberg kämpfte sich der 30-Jährige in der Hinrunde auf den ersten Tabellenplatz. 49 Punkte erbeutete sein Team und setzte sich damit mit fünf Punkten Vorsprung vom restlichen Tabellenfeld ab. 

Die Bilanz zur Hinrunde des ehemaligen Regionalliga-Spielers von Memmingen fällt im Großen und Ganzen sehr positiv aus: „Es war ja komplettes Neuland für mich. Nach dem Abstieg wusste niemand so recht, wie es weitergehen sollte. Im Mai hatten wir Zusagen von drei bis fünf Spielern. Respekt an die Verantwortlichen, was dann im Hinblick auf die laufende Saison noch auf die Beine gestellt wurde.“ Da die Erwartungshaltung sehr niedrig war, sei die Entwicklung als sehr positiv einzuschätzen, so Salemovic im Gespräch mit Fussball Vorort

Ganz so anspruchslos scheint Landsberg dann aber doch nicht in die Saison gestartet zu sein. „Natürlich können wir uns nicht hinstellen und sagen, wir wären mit dem Klassenerhalt zufrieden. (schmunzelt) Der Verein würde sich den Wiederaufstieg wünschen“, verrät der Stürmer.

Als Spielertrainer musste er in der Hinrunde die Erfahrung machen, dass es doch manchmal nicht so leicht fällt, Coach und Player in einer Person zu sein: „Dein Fokus liegt nicht mehr auf dir selber, die Mannschaft steht komplett im Mittelpunkt. Du bist immer abgelenkt, musst sehr viel berücksichtigen. Ich muss zugeben, die eigene Leistung leidet enorm darunter.“ 

2. Platz mit 96 Stimmen: Dario Casola (SC Olching)

40 Punkte sind eine Ausbeute, mit der Casola „sehr zufrieden“ ist. Auf dem vierten Platz hat sich die Mannschaft des SC Olching für die Winterpause eingenistet. Mit 40 Punkten ist zudem auch noch einiges drin, bis zum Saisonende: Nur vier Punkte fehlen ihnen auf den Tabellenzweiten Türk Augsburg und mit neun Zählern Rückstand sind sie auch in Sichtweite zu Tabellenführer Landsberg.

Seit 2017 ist der 33-Jährige Teil des SC Olching. Von Bayernliga-Spitzenreiter SV Pullach kam er zum Landesligisten, um dort die erfolgreiche Arbeit vom früheren Trainer Peter Held weiterzuführen. Casola kannte die Landesliga Südwest bereits durch seine Arbeit beim SV Planegg-Krailling. Wie er zu Olching gekommen ist beschrieb er bei uns so: „Als mein Ex-Spieler Manuel Ezberci von Planegg nach Olching wechselte, habe ich öfter mal ein Spiel in Olching angeschaut. Ich habe gesehen, dass das eine starke Truppe ist, die einen guten Zusammenhalt und enormes Potenzial besitzt“. Daraufhin habe er sich für den Verein entschieden.

Zuletzt sorgte Casola jedoch Stoff für Spekulationen: Im Oktober 2018 gestand er, über ein Verbleiben, über die Winterpause hinaus, bei Olching, nachzudenken. Große Ausführungen zu seiner Ankündigung machte er dabei nicht. Es gebe Gründe über so eine Entscheidung nachzudenken. „Mehr gibt es dazu nicht zu erklären“, sagte der 33-Jährige. Der talentierte Übungsleiter scheint mit seiner Arbeit das Interesse höherklassiger Vereine geweckt zu haben und so bleibt abzuwarten, ob er beim ersten Rückrundenspiel am 02.03. noch an der Seitenlinie der Olchinger zu finden sein wird.. Viezepräsident Bernhard Huppmann betonte: „Von Vereinsseite sind wir mit dem Trainer sehr zufrieden.“ Es gebe keinerlei Veranlassung, über eine Veränderung nachzudenken, man würde sich Casola aber nicht in den Weg stellen.

1. Platz mit 158 Stimmen: Candy Decker (FC Memmingen II)

Candy Decker ist der junge Trainer des FC Memmingen II. In der Saison 2011/2012 spielte er in der Regionalliga-Mannschaft von Memmingen und erlitt in dieser Zeit einen schmerzhaften Knorpelschaden in der Hüfte. Über zwei Jahre lang versucht Decker, wieder auf den Platz zurückzukehren. Doch es reichte nur noch für einige wenige Einsätze in der zweiten Mannschaft und ein paar Kurzauftritte in der Regionalliga. Somit beendete er seine Spielerkarriere mit 26 Jahren und widmete sich gut ein Jahr nach seinem letzten Spiel, ab 2015 stattdessen dem Trainieren. 

Zusammen mit Stefan Zobel nahm er sich der U15-Junioren an und kann bis heute in seinem Heimatverein seine höherklassige Erfahrung an die jungen Spieler weitergeben. Der Publikumsliebling von einst, der mit dem FC Memmingen den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, musste sich erst daran gewöhnen, das Spielgeschehen nicht mehrt aktiv beeinflussen zu können „Ich wollte im Verein aktiv bleiben. Anfangs ist es mir richtig schwer gefallen, draußen stehen zu müssen und selbst gar nicht eingreifen zu können“, erklärt er.

Mit 37 Punkten findet sich Deckers Mannschaft zur Winterpause der laufenden Saison auf dem sechsten Tabellenplatz wieder. Zwölf Punkte liegen sie hinter Tabellenführer Landsberg und sieben Zähler fehlen auf den Zweitplatzierten Türk Augsburg. Gleichzeitig hat sich das Team deutlich vom Tabellenkeller absetzten können. Mit 14 Punkten Abstand auf die Relegationsplätze ist ihnen der Klassenerhalt so gut wie sicher.

Das Endergebnis im Detail.


Erklärung zum Voting: Zur Wahl standen alle Trainer, die im Laufe der Rückrunde 2017 und der Hinrunde 2018, die Seitenlinie besetzten. Insgesamt 746 Stimmen gaben die Leser für die besten Trainer des Jahres der Landesliga Südost, ab. Das Voting lief vom 28.12 bis zum 05.01.2019. Abgestimmt wurde nicht nach sportlicher Leistung, sondern nach abgegebener Stimme der Fussball Vorort Leser.

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