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Mirza Dzafic (M.) trifft seit Jahren zuverlässig in Bayerns höchsten Amateurligen. Beim SC Fürstenfeldbruck könnte er zum Trumpf im Abstiegskampf und zum Biergaranten werden.

SCF-Torjäger im Interview

Mirza Dzafic: „Tore schießen liegt mir im Blut“

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Mirza Dzafic  belegt in der Bezirksliga Oberbayern Nord mit elf Treffern in zehn Spielen momentan Platz eins. Neben dem Klassenerhalt des SC Fürstenfeldbruck soll auch die Torjägerkrone her!

Mirza Dzafic  belegt in der Bezirksliga Oberbayern Nord mit elf Treffern in zehn Spielen momentan Platz eins. Neben dem Klassenerhalt des SC Fürstenfeldbruck soll auch die Torjägerkrone her, verrät der 37-Jährige im Interview mit Fußball Vorort.


Elf Tore in 16 Spielen wie macht man das?

Gute Frage. Das lag mir irgendwie schon immer im Bult. Man muss aber auch sagen, dass man gute Mitspieler auf dem Platz um sich braucht, dann schafft man das auch. Ich möchte aber feststellen, dass ich nur zehn Tore geschossen habe. Mir wurde da ein Tor von einem Teamkollegen fälschlicherweise zugeschrieben. Wenn ich Torschützenkönig werde, möchte ich das nicht durch falsche Angaben.

Du spielst jetzt ja schon sehr lange Fußball und bist als aktiver Spieler auch kaum abgestiegen. Jetzt befindet ihr euch mit der Mannschaft im Abstiegskampf. Wie fühlt sich das an?

Nach einer Niederlage hat man natürlich immer ein schlechtes Gefühl, aber wir sind optimistisch, dass wir den Klassenerhalt schaffen können.

Was muss passieren, um den SC Fürstenfeldbruck vor dem Abstieg zu bewahren?

Das letzte Spiel gegen Herakles SV München, bei dem wir 7:3 gewonnen haben, hat uns gezeigt, dass wir es doch draufhaben. Wir waren häufig nicht schlechter als unsere Gegner und haben dann unglücklich verloren. Außerdem lagen wir gefühlt vier bis fünf mal vorne und haben das Spiel dann aus der Hand gegeben. Aber wir wissen, dass wir die Konkurrenz auch schlagen können. Wir haben zum Beispiel gegen den Tabellenführer, den SV Bd Heilbrunn, bei uns zu Hause im Hinspiel gewonnen. Im Rückspiel haben wir dann zwar verloren, aber das zeigt uns, dass wir in der Liga mithalten können.

Nach zahlreichen Stationen bei vier anderen Vereinen bist du jetzt wieder zu deiner alten Liebe, dem SC Fürstenfeldbruck, zurückgekehrt. Was gab den Ausschlag für diese Entscheidung?

Ausschlaggebend war, dass mehrere Spieler meiner alten Mannschaft, dem FC Phönix München, gemeinsam wechseln wollten. Da sind wir in Kontakt mit dem SC Fürstenfeldbruck gekommen. Wir hatten die Hoffnung, dass wenn wir den ersten Schritt machen, es Ansporn für andere sein würde, denselben Schritt zu machen, damit wir eine neue Mannschaft gründen konnten.

Ist das auch ein Grund dafür, dass die Mannschaft trotz vieler erfahrener Routiniers im Team in der Tabelle so schlecht dasteht?

Natürlich hat man es schwer als neugegründete Mannschaft. Wir sind auch nicht schlecht in die Saison gestartet, mit sechs Punkten aus fünf Spielen. Das war okay. Aber dann hatten wir eine Serie von neun Niederlagen in Folge. Ein Knackpunkt war dabei das Spiel gegen den VfL Denklingen wo wir in der Halbzeit mit 2:0 geführt und am Ende dann 2:3 verloren haben.

Da ist dann also der Faden gerissen?

Genau, der Faden ist gerissen, aber als zusammengewürfelte Mannschaft war es vorprogrammiert, dass wir nicht oben stehen werden. Ich bin mir trotzdem sicher, dass durch mehr Spielglück zur Winterpause eine bessere Platzierung drin gewesen wäre.

Auf deinemSpielerprofil steht ein Alter von 37 Jahren - Die Statistiken sprechen da aber eine ganz andere Sprache. Wie schaffst du es nach so vielen Jahren im Fußball-Business jede Saison aufs neue Topleistungen abzurufen?

Ich glaube das liegt in den Genen. Das habe ich von meinem Vater geerbt, der auch immer jung geblieben ist. Ich fühle mich noch immer fit. Ich war aber auch nie wirklich schwer verletzt und wurde dadurch zurückgeworfen. Und ansonsten natürlich Training, Training, Training. Und das Jahrelang. Ich habe mich zum Beispiel immer durch Training auf die Vorbereitung vorbereitet. Dadurch hat man auch eine geringere Verletzungsgefahr.

Und momentan ist kein Ende in Sicht?

Nein, solange ich mich fit fühle und mir das Spielen Spaß macht ist kein Ende in Sicht. Ich habe mir da kein Zeitlimit gesetzt. Es ist nicht so, dass ich sage: Mit 49 höre ich auf zu spielen.

Ist Top-Torjäger ein Ziel für diese Saison?

Für Stürmer ist das natürlich immer ein Ziel. Man darf aber nicht nur darauf schauen. Wenn man hart an sich arbeitet, kommen die Tore von ganz alleine. Wir liegen eng zusammen, aber ich schaue nicht täglich auf die Liste und mache mir Gedanken, wen ich jetzt wie überholen könnte. 

Was hast zu mit den 15 Kästen Erdinger Weißbier vor, wenn du die Torjägertrophäe holst? Wird mit der Mannschaft geteilt?

Selbstverständlich, die kommen ins Vereinsheim und jeder der will, darf sich bedienen.

Das Interview führte: Kirsten Pfister

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