Nach Durststrecke Brücke zur Siegerstraße geschlagen

- Fürths Zweitliga-Amateure gewähren ein 1:0

VON ANDREAS DASCHNER Fürstenfeldbruck - Der SC Fürstenfeldbruck kann wieder gewinnen. Nach fünf sieglosen Partien kämpften die Kreisstädter am Samstag die Amateure der SpVgg Greuther Fürth mit 1:0 (1:0) nieder. Allerdings hieß es ganz schön lange zittern, ehe der Sieg unter Dach und Fach war. In den letzten zehn Minuten musste der SCF nach einem äußerst strittigen Platzverweis gegen Steffen Vogel nämlich mit nur zehn Mann auskommen.

Beide Mannschaften begannen sehr verhalten und tasteten sich lange Zeit übervorsichtig ab. Außer einem 18-Meter-Heber von Fürths Spielmacher Andre Puscher, der sich auf die Latte des SCF-Kastens senkte (5.), bekamen die Zuschauer darum zunächst auch nur gepflegte Langeweile serviert. Das änderte sich aber nach gut 24 Minuten. Nach einem Freistoß von Martin Woytalla köpfte der agile Florian Hönisch noch knapp am Tor von Gästekeeper Sven Kraft vorbei. Knapp sechs Minuten später lief es dann besser für die Mannschaft von Trainer Peter Gebele. Einen langen Diagonalpass von Michael Schrodi erreichte Helmut Steininger noch vor dem herauseilenden Kraft. Mit einem überlegten Lupfer erzielte der Youngster in seinem ersten Bayernliga-Spiel von Beginn an gleich sein erstes Tor.

Weitere Treffer vor der Pause verhinderten die beiden Keeper. Daniel Weber parierte einen Schussversuch von Kurt Backens, Kraft lieferte einen Beweis seiner Klasse gegen einen Drehschuss von Hönisch ab. So ging es mit dem glücklichen, aber nicht unverdienten 1:0 in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff übernahmen die Gäste das Kommando und drängten vehement auf den Ausgleich. Minutenlang schnürten die Fürther den SCF regelrecht in seinem Strafraum ein. Mehr als ein Schuss von Engin Kalender, den Weber abwehrte, sprang dabei jedoch nicht heraus. Wie schon in Ismaning organisierte der überragende Carsten Henrich seine Abwehr derart gut, dass es für den Gegner kein Durchkommen gab.

Auf der anderen Seite schaffte es der SCF aber auch nicht, seine langen Befreiungsschläge zu gefährlichen Kontern zu nutzen. Zu tief stand man zumeist in der eigenen Hälfte und überließ damit den Gästen das Leder im Mittelfeld praktisch kampflos. So musste eine Standardsituation herhalten, damit der SCF erstmals Torgefahr kreierte. Kraft erwies sich gegen Woytallas 28-Meter-Freistoß jedoch einmal mehr als Meister seines Faches.

Als Vogel in der 79. Minute für ein faires Tackling zum Entsetzen des Brucker Trosses die Rote Karte sah, hieß es noch einmal kräftig zittern. Die Fürther machten noch mehr Druck, die letzte Chance des Spieles hatte dann aber doch der SCF. Bei einem Konter brachte Schrodi den Ball aber nicht an Gäste-Libero Frank Kramer vorbei zum mitgelaufenen Hönisch, womit die Möglichkeit dahin war.

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