Nach Helds Hattrick fürchtet Miefanger die Bundesliga-Späher

- Wenn der Tabellenletzte und der Zweite des Klassements aufeinandertreffen, dann ist es meist nur eine Frage in welcher Höhe der Sieg des Besseren ausfällt. Diese Frage fand Beantwortung durch zwei Personen. Peter Held war der Held mit vier Treffern, darunter ein Hattrick, und Markus Schad traf zweimal, was schade für den TSV Forstenried war. Am Ende stand ein verdienter 6:0- (3:0)-Sieg der Olchinger, die damit ihren zweiten Platz festigten.

Die Olchinger, die auch schon in Geretsried Bekanntschaft mit diesem ungeliebten Geläuf auf dem Kunstrasen gemacht hatten, brauchten einige Zeit, um sich auf den Untergrund einzustellen. Ein Akteur allerdings kam aber ganz besonders mit diesem glatten Parkett zurecht: Peter Held wurde zum Matchwinner. Viermal aufs Tor geschossen, viermal flach ins lange Eck und somit vier Tore erzielt: "Dieser Held war unser Untergang. Er hat zwar immer mit der gleichen Masche aus einem Doppelpass heraus seine Tore gemacht, aber wir konnten uns einfach nicht darauf einstellen", war Forstenrieds Trainer Wolfgang Maiwald enttäuscht.

Enttäuscht war auch sein Libero Thomas Ströhle, der mit seinen Mitspielern haderte und vom Coach zur zweiten Halbzeit durch Ugur Isidan ersetzt wurde. Ströhle sei in der Kabine zu vorlaut gewesen und habe demotivierend auf seine Mitspieler eingewirkt. Daher diese ungewöhnliche Maßnahme, denn Ströhle war mit Abstand bester Kicker der Platzherren.

Kurz vor Beginn hatte Olchings Coach Robert Miefanger noch zwei Umstellungen vornehmen müssen. Wegen leichter Blessuren blieben Markus Schad und Christian Bründl zunächst draußen. Dafür liefen Thomas Stadnik und Ulrich Steindl auf. Forstenried hielt zwar mit, versagte aber vor dem Tor kläglich. Wie man's macht, zeigte Held. Zunächst im Duett, dann als Solist, später im Doppelpass mit Guido Ziegler und schließlich aus der Drehung nach Zuspiel von Steindl. Thomas Stadnik hatte dann schon TSV-Keeper Michael Zander ausgespielt, blieb aber an Ugur Isidan.

Als Stadnik ging, kam Schad. Der musste etwas tun, denn Held hatte nun auch schon wie er zwölf Saisontore erzielt. Schad legte aber im Nachschuss und auf Zuspiel von Held die Treffer 13 und 14 nach, womit ein 6:0-Kantersieg heraussprang.

"Auf diesem glatten Platz war Held natürlich überragend. Ich hoffe nicht, dass ihn jetzt ein Bundesliga-Klub wegholt. Wir haben unsere technischen Vorteile mit Flachpassspiel genutzt", so Miefanger, der auch noch 20 Minuten spielte. "Die Niederlage ist auch in der Höhe verdient", sagte Forstenrieds Kollege Maiwald, der hinzufügte: "Wir können einfach unsere klaren Chancen nicht nutzen." So traf Rene Mittag nur den Pfosten (88.). Auch weitere gute Gelegenheiten wurden kläglich vergeben.

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