Nach Weckruf in der Spitze festgesetzt

- Fürstenfeldbruck - Die Bezirksoberliga-Fußballer des SC Fürstenfeldbruck haben sich vorerst in der Spitzengruppe der Tabelle festgesetzt. Beim 3:2 (2:2)-Erfolg beim FC Perach ließen sich die Brucker nicht einmal von einem 0:2-Rückstand stoppen. Kein Wunder, dass der noch gesperrte Spielertrainer Thomas Herber nach der Partie zu Scherzen aufgelegt war. "Vier Spiele, neun Punkte. Es gibt, glaube ich, Schlimmeres", meinte er mit einem Augenzwinkern.

Dabei sah es zunächst gar nicht so aus, als ob der SCF in Perach bestehen könnte. "Das Spiel war nach elf Minuten eigentlich schon verloren", sagt Herber angesichts des schnellen 0:2-Rückstandes. Doch da hatte der Coach die Rechnung ohne seine Spieler gemacht. Für die war der zweite Gegentreffer nämlich offenbar eine Art Weckruf.

Vor allem Andreas Neumeyer, der angeschlagen ins Spiel ging, sprühte vor Spielwitz und gestaltete das Ergebnis noch vor der Pause mit einem Doppelschlag wieder offen. "Das war ein offener Schlagabtausch. Solche Spiele machen einfach Spaß", sagte der Torschütze. "Es wurde ja auch mal wieder Zeit für ein Erfolgserlebnis", sagte er, nachdem ihm in den ersten drei Spielen kein Tor gelungen war.

Neumeyer und Thomas Krovinovic waren unterdessen die einzigen Leihgaben aus dem Bayernliga-Kader des SCF. "Ich habe dieses Mal bewusst auf weitere Spieler verzichtet und wollte den Spielern aus meinem Kader die Möglichkeit geben, sich zu behaupten", sagte Herber. Mit Erfolg: "Man sieht, dass das Potenzial da ist, dass wir mit unserer jungen Mannschaft auch gegen gestandene Bezirksoberliga-Teams bestehen können."

Das Selbstvertrauen bei den Bruckern scheint momentan jedenfalls grenzenlos zu sein. "Die Moral und die Stimmung in der Mannschaft sind sehr gut. Das sieht man auch daran, dass wir noch in der ersten Halbzeit den Zwei-Tore-Rückstand drehen konnten", sagt Herber. Einen bestimmten Knackpunkt im Spiel, bei dem die Kreisstädter merkten, dass trotz des frühen 0:2 noch etwas drin ist, konnte der Übungsleiter indessen nicht ausmachen.

"Wir hatten schon vor dem Anschlusstreffer zwei, drei Möglichkeiten. Da haben wir gemerkt, dass die Abwehr der Peracher sehr unsicher steht", sagt er. Diese Unsicherheiten habe man fortan mit langen Bällen auszunutzen versucht. "Das hat sich letztlich bei unseren Toren ausgezahlt."

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