Zu früh und zu lange gefreut: Gleich nach dem 2:0 von Josef Welzmüller (r.) kassierte der SCF den ersten von drei Gegentreffern. foto: jahn

Nackenschläge vom Schiri und Assistenten

Fürstenfeldbruck - Nur eine Woche nach dem ersten Saisonsieg bekam die Reserve des SC Fürstenfeldbruck schon wieder einen Nackenschlag. Obwohl die Elf von Trainer Branko Marcetic über weite Strecken ihre beste Saisonleistung zeigte, blieb bei der 2:3 (2:1)-Niederlage beim TSV Peiting die Belohnung aus.

Nach seiner Stellungnahme befragt, fehlten Marcetic erst einmal die Worte. Erst nach kurzem Überlegen fiel ihm doch noch etwas ein: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Das war eine sehr unglückliche Niederlage.“

Unglücklich auch deshalb, weil sich der ansonsten gute Schiedsrichter Thomas Eisenreich einen dicken Bock leistete und zudem mehrmals falsch beraten von seinem Assistenten schien. Eigentlich hätten die Brucker in den letzten zehn Minuten in Überzahl spielen müssen. Der bereits verwarnte Manuel Blatt leistete sich ein weiteres hartes Foul. Eisenreich drückte noch einmal beide Augen zu und gab Blatt mit deutlichen Gesten zu verstehen, dass er beim nächsten Vergehen zum Duschen dürfe. Nur eine Minute später schlug Blatt wieder mit einem Foul zu. Zur Verwunderung aller blieb die Ampelkarte aber erneut stecken. Kurz darauf wurde der Peitinger Verteidiger ausgewechselt.

Noch mehr Kritik musste jedoch Linienrichter Wolfgang Ettl einstecken. So ärgert sich Marcetic maßlos darüber, dass der Schiri-Assistent Maximilian Obermeyer in der ersten Halbzeit eine klare Chance zur 3:1-Führung wegen eines vermeintlichen Abseits zurückgewunken hat. Die beiden Peitinger Treffer im zweiten Durchgang waren hingegen stark abseitsverdächtig.

Dabei hatten die Brucker eine überragende erste Halbzeit hingelegt und waren durch Obermeyer und Josef Welzmüller in Führung gegangen. Über den zweiten Treffer freuten sich die SCF-Fohlen aber offenbar so sehr, dass sie im direkten Gegenzug komplett pennten und sich gleich den Anschlusstreffer einfingen. In der zweiten Halbzeit machte Peiting dann viel Druck, dem die Brucker bis zur 60. Minute standhielten, ehe Stefan Schleich die umstrittene Wende einläutete.

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