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Lust auf mehr machte das erste A-Klassen-Derby der neuen Saison. 

TSV Jesenwang unterliegt mit 2:4

Neuling SV Kottgeistering setzt sich in diskussionsreicher Partie durch

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Ein Auftakt nach Maß und ein Fußball-Nachmittag, der Lust auf A-Klasse macht. Der TSV Jesenwang und Aufsteiger SV Kottgeisering boten Kampfgeist, sechs Tore und diskussionsreiche Szenen – mit dem besseren Ende für den Neuling, der mit 4:2 (1:1) die Oberhand behielt.

Bunt und munter ging es während der gesamten 90 Minuten auch deshalb zu, weil beide Defensivabteilungen einschließlich ihrer Torhüter nicht gerade das ausgeprägteste Empfinden für Sicherheit hatten. Die Kottgeiseringer hatten auch schneller ihre Betriebstemperatur an die Außentemperatur angeglichen: Erste Standardsituation, erste Unsicherheit und Max Sanktjohanser hatte das richtige Gespür dafür, zur rechten Zeit am richtigen Ort zu stehen. Der Neuling zeigte an, wie er schnell den Ansprüchen von Trainer Uwe Slowik Genüge leisten wolle, nach denen ein Platz im oberen Drittel anzustreben sei.

Eine ähnliche Zielsetzung hatte sich der gastgebende TSV auf die gesamte Saison gesehen ebenfalls vorgenommen. Doch in der Auftaktpartie musste Spielertrainer Michael Griebel urlaubsbedingt sechs Spieler aus dem ersten Kader ersetzen. Rund 20 Minuten dauerte es, ehe das bunt gemischte Jesenwanger Team in der gegnerischen Hälfte präsenter wurde und sich dann aber auch schnell mit einen gut herausgespielten Treffer belohnte. In der Folge musste TSV-Coach Griebel jedoch nicht zu einzigen Mal feststellen: „In unseren guten Phasen haben wir es versäumt mutiger nachzusetzen.“

In dieser Beziehung erwiesen sich die Kottgeiseringer Gäste in der Offensive insgesamt als effektiver und in der Defensive als glücklicher. So versagte Schiedsrichter Konrad Hainzinger Mitte der zweiten Halbzeit dem vermeintlichen TSV-Ausgleich aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen die Anerkennung, nachdem Keeper Christopher Lackner den Ball hatte fallen lassen. Beim tatsächlichen 2:2 wenig später schien der eher zeitlupenmäßig angesetzte Kopfball von Lukas Stangl durchaus haltbar. „Da haben wir es uns selbst unnötig schwer gemacht“, zeigte Slowik an seiner alten Wirkungsstätte Mut zur Selbstkritik. Jesenwang schwamm nach dem 2:2 auf einer Welle der Euphorie – emotional durch die Tatsache sogar angetrieben, dass Schiri Hainzinger nur bei den Gastgebern zu den Gelben Verwarnungskarten und einmal sogar zu Gelb-rot griff. Einige Fans empfanden das als einseitig.

Doch als das 3:2 der Gastgeber greifbar schien, schlug Kottgeisering bei Kontern zweimal eiskalt zu. „Das muss so sein, wenn wir mit unseren Zielen schnell ins Reine kommen wollen, auch wenn der Sieg zu hoch ausfiel“, sagte Slowik. Seinem Jesenwanger Kollege Griebel blieb derweil nichts anderes übrig, als die Moral seiner Truppe zu loben. „An der Einstellung hat es mit Sicherheit nicht gefehlt. Wir hatten manchmal ein wenig Pech und haben letztendlich zwei dumme Fehler zu viel gemacht.“ 

Statistik zum Spiel

Jesenwang: Sichert, Schröder, Burkhardt, Glöde, Birkner, Pfister, Rau, Drexler, A. Sanktjohanser, Stangl, Mandozai (weiter eingesetzt: Bichl, Griebel, Mack) Kottgeisering: Lackner, D. Ostermeir, F. Sanktjohanser, Müller, Fröhlich, A. Sanktjohanser, Gebauer, Ostermeier, M. Sanktjohanser, Mulutzte, Kelpen (weiter eingesetzt: Kreitner, S. Ostermeir, T. Sanktjohanser) Schiedsrichter: Hainzinger (Olching) Tore: 0:1 M. Sanktjohanser (4.), 1:1 Birkner (21.), 1:2 Kelpen (57.), 2:2 Stangl (74.), 2:3 Gebauer (84.), 2:4 Gebauer (90.) Gelbe Karten: Birkner, Burkhardt, Rauh, Sichert, Stangl Gelb-Rote Karte: Birkner (87.) Zuschauer: 40

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