Ohne Super-Mario auf Ebene der Verlierer

- Mit einer höchst unverdienten 0:2-Niederlage musste der SC Oberweikertshofen am Samstag die Heimreise aus Geretsried antreten. Obwohl die Elf von Spielertrainer Carsten Teschke die größeren Spielanteile besaß, gab es beim Oberliga-Absteiger nichts zu gewinnen. Durch die Niederlage verloren die Oberweikertshofener nach diesem "Sechs-Punkte-Spiel" - auch Geretsried steht im Tabellenkeller - wichtigen Boden im Kampf um den Klassenerhalt.

Irgendwie hatte SCO-Abteilungsleiter Michael Weindl bereits im Vorfeld ein ungutes Gefühl. Zunächst bewahrheitete sich seine Befürchtung, dass die Partie auf Kunstrasen stattfand, obwohl sich der Rasenplatz "in einem Traumzustand" (Weindl) befand. Als auch noch Goalgetter Mario Pranjic aus beruflichen Gründen doch nicht in Geretsried auftauchte, zeigte sich einmal mehr wie wichtig er für den SCO ist. "Ich bin mir sicher, der Mario hätte einen reingemacht," beurteilte Weindl das Fehlen des Ex-Bruckers. "Ohne ihn hätten wir noch stundenlang weiterspielen können und hätten keinen Treffer erzielt."

Ein katastrophaler Abwehrfehler bescherte den Platzherren nach einer Viertelstunde die Führung. Die zu weit aufgerückte SCO-Hintermannschaft sah sich plötzlich einem Überzahlspiel ausgesetzt. Und Robert Scheidler musste seinen Gegenspieler verlassen, um sich dem ballführenden Gegner zu widmen. Der von Scheidler attackierte Geretsrieder legte das Leder auf seinen Mitspieler ab, und der traf aus zehn Metern zum 1:0. Die beste Chance zum Ausgleich erhielt Martin Huber nach einer Ecke von Klaus Schäffler, doch sein Kopfball klatschte an die Querlatte. Der Abpraller fiel Huber nochmals auf den Kopf, diesmal setzte der Stürmer den Ball über das Tor. Kurz vor der Pause ließ Schäffler mit einer Körpertäuschung seinen Bewacher ins Leere laufen, doch der Schuss mit seinem schwachen rechten Fuß bereitete dem Geretsrieder Schlussmann keine Mühe. "Mit links hätte er getroffen, da bin ich mir sicher," meinte Weindl.

Im zweiten Spielabschnitt schnürte die Teschke-Elf die Platzherren in der eigenen Hälfte ein und versuchte die dicht gestaffelte Abwehr zu knacken. Auf dem sehr kurzen Gelände verteidigten die Hausherren teilweise mit zehn Mann ihren knappen Vorsprung. Dennoch hätte Tobias Knabenbauer einlochen müssen, als er allein auf das TuS-Gehäuse zulief. Nachdem er zehn Minuten vor dem Ende nach einem Schäffler-Freistoß den Ball per Kopf nicht voll erwischte, war auch die letzte Großchance für den SCO vertan. Robert Scheidler konnte bei einem Konter den davoneilenden Geretsrieder Stürmer nur per Foul stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Geretsried zum Endstand.

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