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Simon Kaltenbach muss nicht mehr grübeln. Sein Aus in Olching ist beschlossene Sache.

FUSSBALL Landesliga

Olching trennt sich von Trainer Kaltenbach

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Die Wege des SC Olching und Trainer Simon Kaltenbach haben sich getrennt. Manager Reinhold Miefanger verkündete den Schritt des Fußball-Landesligisten am Donnerstagabend vor dem Abschlusstraining für das Derby am Sonntag in Gilching.

Olching –„Es ist in beiderseitigem Einvernehmen entschieden worden“, so Miefanger im für solche Anlässe gebräuchlichen Sprachstil. Eine Aussage, die so von Kaltenbach bestätigt wurde,

Reinhold Miefanger

Es habe sich von den Ergebnissen her angedeutet, erklärte Miefanger aufgrund der anhaltenden Erfolglosigkeit des mittlerweile stark abstiegsbedrohten Landesligisten. In den letzten sieben Partien blieb der SCO sieglos, verharrt auf dem Abstiegsrelegationsplatz mit vier Punkten Rückstand zum rettenden Ufer.

„Der Trainer hat die Mannschaft nicht mehr erreicht“, stellte Miefanger außerdem fest. Er betonte aber ausdrücklich, dass es nicht alleine an Kaltenbach liege. Die Spieler seien nun in der Pflicht. „Sie haben nun überhaupt keine Ausreden mehr, hinter denen sie sich verstecken können.“ Der Manager hatte bereits zuvor eine Reaktion des Teams gefordert. Die blieb bislang aber aus.

Markus Remlein

Bis zur Winterpause stehen nun erst einmal der bisherige Co-Trainer Markus Remlein und Andi Gries, der die Rolle des Assistenten bereits von seiner vorigen Station, dem TSV Gräfelfing, kennt. In Gilching am Sonntag und eine Woche später zu Hause gegen Tabellennachbar Durach stehen erste Abstiegs-Endspiele auf ihrem Terminplan,

Miefanger kann sich vorstellen, dass dieses Duo auch die komplette Saison verantwortlich an der Seitenlinie stehen wird. Dennoch werde er auf die Suche nach einem neuen Cheftrainer gehen. „Das können wir jetzt in aller Ruhe entwickeln.“

Tief blicken lässt allerdings sein Anforderungsprofil an einen neuen Coach. „Er muss natürliche Autorität haben, vor der die Spieler Respekt haben.“ In diesem Zuisammenhang merkte Miefanger in Richtung Kaltenbach an, dass schon eine gewisse Distanz geschaffen werde, wenn ein Trainer in der Öffentlichkeit von Ratlosigkeit spreche. Zuletzt hatte dies Kaltenbach beinahe regelmäßig getan.

Andreas Gries

Kaltenbach, der hauptberuflich das Nachwuchszentrum beim Bundesligisten FC Augsburg leitet, wertet die Entscheidung als wichtiges Zeichen an die Mannschaft. Er selbst will nun erst einmal die etwas größer gewordene Freizeit genießen und dann abwarten, welche Möglichkeiten sich für ihn ergeben. Den Weg des SCO will er weiter verfolgen. „Ich wünsche der Mannschaft alles Gute.“

Kaltenbach hatte das Team erst zu Beginn dieser Saison übernommen. Sein Vorgänger war Dario Casola. Der hatte vor einem Jahr von sich aus Wechselgedanken geäußert, wenn sich im Verein nichts ändere. Casola blieb aber dann bis Saisonende und führte den Klub trotz schwacher Rückrunde auf Platz sechs.

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